Westjordanland: Anschläge in jüdischer Siedlung

14. März 2016, 12:18
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Bei der Gewaltwelle sind seit Anfang Oktober zahlreiche Menschen ums Leben gekommen

Hebron – In der Stadt Hebron, im südlichen Westjordanland ist es am Montag erneut zu Anschlägen gekommen. Zwei Palästinenser hätten mit Handfeuerwaffen das Feuer auf Zivilisten und Soldaten eröffnet, teilte das Militär am Montag mit. Der Vorfall habe sich an einer Bushaltestelle vor der jüdischen Siedlung Kiriat Arba ereignet. Ein Soldat sei dabei verletzt worden.

Nur Minuten später habe der dritter Attentäter vor Ort sein Auto in ein Militärfahrzeug gerammt. Die drei Attentäter wurden erschossen, zwei Soldaten wurden verletzt.

Seit Anfang Oktober kommt es vermehrt zu Übergriffen von Palästinensern auf Israelis. Häufig handelt es sich um Messer-Attacken. Bei der Gewaltwelle sind seit Anfang Oktober 29 Israelis, mehrere Ausländer und rund 200 Palästinenser getötet worden. Die meisten Palästinenser kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben. Als Auslöser der Gewalt gilt neben der Enttäuschung über den seit 2014 stockenden Friedensprozess auch der Ärger über die Ausbreitung jüdischer Siedlungen sowie ein Streit über den Zugang zum Jerusalemer Tempelberg. (APA, 14.03.2016)

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