Aktionsgemeinschaft will Studierende zur Jobsuche motivieren

14. März 2016, 14:50
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ÖH-Fraktion kampagnisiert mit Pferdekopf für mehr Information und staatliche Jobbörsen

Wien – Die Aktionsgemeinschaft (AG) will Studierenden den Berufseinstieg erleichtern. Viele von ihnen hätten wenig Ahnung, wie der Einstieg ins Berufsleben gelingen könne, sagt AG-Geschäftsführer Andreas Kugler zum STANDARD – deswegen kampagnisiert die ÖVP-nahe Fraktion der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) bis Mai für mehr Information, staatliche Jobbörsen und angepasste Curricula. Die Aktion zum Kampagnenbeginn am Montagvormittag: Eine Person mit Pferdemaske verteilt AG-Broschüren vor der Uni Wien.

"Wir wollen Studierenden österreichweit vermitteln, dass es wichtig ist, sich schon während des Studiums um den Jobeinstieg zu kümmern", sagt Kugler. "Viele glauben, dass man mit einem Masterabschluss schon einen Job finden wird – das war vielleicht früher so." Neben der Bewusstseinsbildung für die offenbar schlecht informierten Kommilitonen sollen vor allem die Unis in die Pflicht genommen werden.

Aufwendige Suche nach Jobs und Informationen

Etwa durch Kurse in den "Soft Skills": Bewerbungs- und Rhetoriktrainings etwa sollen über die Unis "günstig oder gratis" angeboten werden, fordert Kugler. Praktika sollen außerdem im Rahmen freier Wahlfächer in die Curricula integriert, aber auch fair entlohnt werden.

Die AG stößt sich auch an den Hürden, die jobsuchende Studierende überwinden müssten: Karriereportale im Internet seien oft sehr branchenspezifisch, häufig müssten Jobsuchende zehn verschiedene Websites durchforsten. Die ÖH-Fraktion wünscht sich deshalb ein zentrales Karriereportal, "idealerweise von einem Ministerium", sagt Kugler.

"Wie ahnungslose Pferde"

Auch den Weg in die Selbstständigkeit will die AG für Studierende geebnet wissen. Ein "Gründerzentrum" wie an der Wirtschaftsuni soll es etwa an allen Hochschulen geben. Denn Informationen zur Unternehmensgründung finde derzeit nur, wer aktiv danach suche.

Suchen muss man auch nach dem Zusammenhang zwischen dem Thema der AG-Aktion und der Person mit der Pferdemaske vor der Uni. "Unser Slogan für die Kampagne war ursprünglich 'Absolventen werden wie ahnungslose Pferde in die Arbeitswelt geworfen', das hat uns dann aber nicht so gut gefallen", klärt Kugler auf. Die Pferdemaske würde aber immerhin Aufmerksamkeit erregen. (sefe, 14.3.2016)

  • Die Pferdemaske soll in erster Linie Aufmerksamkeit für die verteilte Broschüre erregen, heißt es von der Aktionsgemeinschaft.
    foto: standard/fellner

    Die Pferdemaske soll in erster Linie Aufmerksamkeit für die verteilte Broschüre erregen, heißt es von der Aktionsgemeinschaft.

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