Ägyptens Justizminister würde auch Propheten einsperren

    13. März 2016, 20:53
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    Ahmed al-Send von Regierungschef Ismail gefeuert

    Kairo – Ägyptens Justizminister ist nach einem öffentlichen Aufschrei entlassen worden, weil er im Fernsehen über die mögliche Inhaftierung eines Propheten geredet hatte. Ahmed al-Send hatte in einer TV-Sendung auf die Frage, ob er auch Journalisten einsperren würden, die er der Verleumdung beschuldigt, geantwortet: "Selbst, wenn sie ein Prophet wären".

    Ein schnell hinterhergeschobenes "Gott möge mir vergeben" und mehrere Entschuldigungen halfen im religiösen Ägypten nichts: Ministerpräsident Sherif Ismail ließ den Muslimen Al-Send am Sonntag freistellen, nachdem viele Bürger seinen Rücktritt und eine Anklage wegen Gotteslästerung gefordert hatten. (APA, 13.3.2016)

    • Ahmed al-Send (links) bei seinem Amtsantritt im Mai des Vorjahres.
      foto: apa/afp

      Ahmed al-Send (links) bei seinem Amtsantritt im Mai des Vorjahres.

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