Pech der späten Geburt

Einserkastl13. März 2016, 15:29
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Arzt, der keine "Asylanten" behandeln wollte, zieht um: Nach Ibiza oder Kärnten

Manche haben halt einfach Pech. Jener Arzt, der keine "Asylanten" behandeln wollte, ebenso wie keine roten, grünen und schwarzen Politiker (womit nur noch marginaler Ratespielraum zur Verfügung steht) wirft empört alles hin und will weggehen. Die WGKK hat ihm nach einigen besonders verhaltenskreativen Einlagen von Rotlicht bis Präsidentschaftskandidatur wenig über raschend den Vertrag entzogen. Die Ärztekammer lud zusätzlich zum strengstvertraulichen Gespräch. Der Verfassungsschutz kassierte Laptops und Datenträger.

Vielleicht kam auch das geschichtsträchtige Satzerl "Meine Ehre heißt Treue" auf der Facebook-Seite des Mediziners U. nicht wirklich geschmeidig rüber. Immerhin gibt er nicht seiner Maus die Schuld an dem Eintrag, sondern diesen offen zu. Ihm selbst ist die Kritik unverständlich. Er sei nicht rechtsradikal. Der Spruch "ein hoch humanistisches Ideal".

Das kommt zwar entschieden auf den Blickwinkel an, aber zur Auswahl gäbe es ja noch einige weitere Standards jener Zeit. "Arbeit macht frei" zum Beispiel. Die nunmehr angepeilten Niederlassungsziele des Mediziners auf Abwegen sind derzeit Kärnten und Ibiza.

Das ist einerseits sogar ein ziemlicher Gewinn für Wien. Kärnten – sowieso schon gebeutelt durch die derzeitige bedrohliche Schieflage – hat ihn allerdings auch nicht verdient. Aber auf Ibiza könnte er zumindest Heinz-Christian Strache zeitweise artgerecht behandeln. (Julya Rabinowich, 13.3.2016)

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