Murray und Wawrinka weiter, Damen-Exodus

13. März 2016, 11:54
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Nach Kerber auch Muguruza out – Schon 15 gesetzte Damen ausgeschieden – Thiems erster Einzel-Einsatz am Abend

Indian Wells (Kalifornien) – Während sich bei den Herren mit Andy Murray und Stan Wawrinka die Topstars beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells recht sicher in die dritte Runde von Indian Wells spielten, ging bei den Damen der Exodus weiter. Mit Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber und Garbine Muguruza verabschiedeten sich am Samstag (Ortszeit) am gleichen Schauplatz die Nummern zwei und vier des Turniers.

Damit sind von den 32 gesetzten Damen schon 15 vor der dritten Runde ausgeschieden, hinzu kam die kurzfristige Absage von Carla Suarez Navarro. Die Nummer sechs des Turniers aus Spanien hatte sich im Training verknöchelt und will versuchen, bis Miami wieder fit zu werden.

Kerber kommt nach ihrem Sensationstriumph in Melbourne nicht in Schwung. Die Weltranglisten-Zweite unterlag der Tschechin Denisa Allertova überraschend mit 5:7,5:7, womit alle neun deutschen Spielerinnen, darunter die gesetzten Andrea Petkovic und Sabine Lisicki, schon draußen sind. "Ich habe versucht, meinen Rhythmus zu finden und mein Spiel zu spielen. Aber es war einfach nicht mein Tag", meinte die Kielerin. Kerber gab an, seit einigen Tagen Probleme mit ihrem linken Oberschenkel zu haben.

An ihrem Aufschlag scheiterte die Weltranglisten-Vierte Muguruza. Die Spanierin gab diesen gegen die US-Amerikanerin Christina McHale fünf Mal ab und verlor 5:7,1:6.

Weniger aufregend verlief der Tag beim kalifornischen Wüstenturnier bei den Herren. Andy Murray hatte gegen Marcel Granollers (ESP) beim 6:4,7:6(3) leichte Schwierigkeiten. Es war abgesehen vom Davis Cup (Sieg über Japan) vergangene Woche sein erster Auftritt seit dem verlorenen Australian-Open-Endspiel. Wawrinka gab gegen den Ukrainer Illja Martschenko nur fünf Games ab und auch der als Nummer sechs gesetzte Tscheche Tomas Berdych hatte im mit Spannung erwarteten Spiel gegen Rückkehrer Juan Martin Del Potro (ARG) beim 7:6(4),6:2 nur im ersten Satz Probleme.

Andere Probleme hatte wieder einmal der verhaltensoriginelle Nick Kyrgios. Der Australier benützte im zweiten Satz gegen den Spanier Albert Ramos das "F-Wort" und bekam dafür einen Strafpunkt. Kyrgios setzte sich daraufhin kurz ins Publikum und bestritt in der Folge, geschimpft zu haben. "Nick. Du weißt, dass wir mit dem F-Wort sehr streng umgehen. Ein Offizieller hat es mir gesagt und ich vertraue ihm", klärte der französische Referee Damien Dumusois den Heißsporn auf. Kyrgios verlor das Match in der Folge mit 6:7(4),5:7.

Das Enfant terrible der Tennis-Szene hat in der Vergangenheit immer wieder Probleme wegen seines Benehmens bekommen und wurde erst in der Vorwoche von seinem Landsmann Bernard Tomic beschuldigt, seinen Davis-Cup-Einsatz wegen einer vorgetäuschten Krankheit abgesagt zu haben.

Am Sonntagabend (19.00 Uhr MEZ) hatte Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem seinen ersten Einzel-Auftritt. Der Weltranglisten-13., der im Vorjahr schon in Runde eins ausgeschieden war, kämpfte gegen den Slowaken Jozef Kovalik nach einem Freilos um den Einzug in die dritte Runde. (APA/Reuters, 13.3.2016)

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