Obama wirbt für Zugriff auf Handys in Ausnahmefällen

12. März 2016, 11:37
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Regierung soll Zugriff auf Mobilgeräte ermöglicht werden

US-Präsident Barack Obama hat sich für den Zugriff auf Handys in Ausnahmefällen ausgesprochen. Mobile Geräte sollten so gebaut werden, dass es der Regierung möglich sei, Zugriff auf persönliche Daten zu nehmen, um Terrorangriffe zu verhindern oder Steuergesetze zu vollstrecken, sagte der Demokrat am Freitag auf dem Technikfestival South by Southwest in Texas. Zwar wollte sich Obama nicht zum laufenden Rechtsverfahren von Apple mit den US-Behörden äußern, aber er machte deutlich, dass der Regierung in bestimmten Fällen eine Entschlüsselung der Geräte möglich sein müsse. Ansonsten "laufe jeder mit einem Schweizer Bankkonto in der Hosentasche durch die Gegend".

FBI untersucht

Das FBI untersucht derzeit, ob die Attentäter von San Bernardino mit der Extremisten-Miliz IS in Kontakt standen. Dafür will das Justizministerium Apple per Gerichtsurteil zwingen, das iPhone eines Angreifers für die Ermittler zu entschlüsseln und eine neue Software zu schreiben, um den Passwort-Schutz auszuhebeln. Apple wehrt sich gegen die Anordnung und spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall, der eine Hintertür schaffe, die von Kriminellen und Regierungen missbraucht werden könne. Zu den Äußerungen von Obama wollte der Konzern aus dem Silicon Valley keine Stellung nehmen. (Reuters, 12.03.2016)

  • Obama fordert, dass Regierungen Zugriff auf Mobilgeräte ermöglicht wird.
    foto: reuters/ernst

    Obama fordert, dass Regierungen Zugriff auf Mobilgeräte ermöglicht wird.

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