Missglückte Woche für Robert Lugar

12. März 2016, 15:00
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Robert Lugar vom Team Stronach blickt auf eine missglückte Woche zurück. Wieder hat ihm das Schicksal einen Coup vermasselt.

Robert Lugar blickt auf eine Pechwoche zurück; er war sich keiner Schuld bewusst. Es schien ja an der Zeit, einen medialen Politkracher zu landen, nachdem seine Bewerbung für Dancing Stars und Dschungelcamp nicht einmal ignoriert worden war. Im Büro über seine Lieblingsmaxime zu meditieren ("Die Kunst der Politik besteht darin, ohne Rückgrat aufrecht zu gehen"), war zwar extrem beglückend, aber Frank Stronach hob schon seit geraumer Zeit nicht mehr ab, so oft Lugar auch versuchte, ihn zu erreichen – und das war noch nie ein gutes Omen.

Lugar musste also für ein Lebenszeichen sorgen; auch schien ihm die Bedrohungslage der Heimat einen Elfmeter zu servieren. Kim Jong-un hatte mit Atombomben gedroht! Es galt also die Bürger bei ihren Ängsten abzuholen, auch prognostizierte Lugar eine ruhige Nachrichtenwoche. Der Hofburgwahlkampf döste noch, mitunter schien die Sonne. Warum also nicht am Tag der Frau Pfeffersprays verteilen!

Konnte Lugar wissen, dass in der Koalition ein Eifersuchtsdrama um ihre ORF-Präsenz entbrennen würde? Konnte er ahnen, dass der Verteidigungsminister Aufrüstungspläne bekanntgeben und Lugar die Themenhoheit entreißen würde? Und wie hätte er wissen sollen, dass 200 Sprays zu wenig waren, da mehr als alle 200 WählerInnen des Teams dastanden! Nicht einmal meine Kartenlegerin hat das geahnt, dachte Lugar, bis das Telefon klingelte. Frank? Wenn der anrief, gab es Hoffnung. Womöglich würde er, Lugar, noch zum Präsidentschaftskandidaten gekürt! Noch war Zeit und er bereit! Es war aber nur eine Dame, der Lugar einen Pfefferspray versprochen hatte. (tos, 12.3.2016)

  • Robert Lugar
    foto: corn

    Robert Lugar

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