Gehirnforschung: Wo die bösen Absichten zuhause sind

13. März 2016, 14:32
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US-Forscher messen bei Mäuserichen die Gehirnaktivität, die einem Akt der Aggression vorausgeht

New York – Akten der Aggression geht eine bestimmte Aktivität im Gehirn voraus – diese ist also gewissermaßen als Vorankündigung einer Gewalttat zu betrachten. Das Langone Medical Center der New York University spricht vom Ort der "bösen Absichten".

Mediziner des Zentrums maßen die Gehirnaktivität von Mäuserichen beim Angriff auf schwächere Artgenossen. Dabei stellten sie unmittelbar vor einer Attacke stets erhöhte Aktivität im ventrolateralen Teil des ventromedialen Hypothalamus fest (VMHvl), einer Region an der Unterseite des Hypothalamus. Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Neuroscience" berichten, sei es das erste Mal, dass die Vorzeichen von Gewalt einer bestimmten Region des Hypothalamus zugeschrieben werden konnten.

Wurde die die VMHvl-Aktivität künstlich unterdrückt, ebbte die Aggressionsbereitschaft unter den Versuchstieren weitestgehend ab, so die Forscher. Andere erlernte Verhaltensmuster blieben davon unbeeinflusst. (red, 13. 3. 2016)

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