Auf Rapid wartet der Südstädter Stolperstein

11. März 2016, 15:25
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Admira hat gegen die Hütteldorfer eine bemerkenswert gute Bilanz und schmiss die Wiener zuletzt auch aus dem Cup – nun sieht man sich wieder

Wien – Fast genau ein Monat nach dem knappen 1:0-Erfolg im Cup-Viertelfinale gegen Rapid gastiert die Admira am Samstag (18.30 Uhr) in der 27. Runde der Fußball-Bundesliga neuerlich im Ernst-Happel-Stadion.

Ein enge Partie ist möglich, in der laufenden Saison gewann jeweils das Heimteam (2:0 in Wien, 2:1 in der Südstadt), davor hatte es vier Remis gegeben. Von den jüngsten acht Begegnungen gegen die Niederösterreicher konnte Rapid nur eines gewinnen. "Man kann nicht immer alles erklären, gegen Rapid schaut es für uns einfach rosig aus", sagte Trainer Oliver Lederer.

Eine Erklärung könnte sein, dass Lederer seinen Ex-Klub "in- und auswendig" kennt. Kein Konkurrent wurde öfter beobachtet. Zudem setzen die Südstädter auf die Dienste zahlreicher Ex-Rapidler. "Die holen dann vielleicht noch ein paar Prozent mehr heraus", so Lederer. Mit Christoph Schößwendter ist einer davon diesmal aber nicht dabei. Dem Abwehrchef machen seit der 0:2-Niederlage gegen den WAC Leistenprobleme zu schaffen.

Doch auch die Hütteldorfer können nicht in Bestbesetzung antreten. Für Maximilian Hofmann wird Christopher Dibon verteidigen, anstelle des ebenfalls gesperrten Florian Kainz könnte Louis Schaub eine Chance von Anfang an erhalten. Zusätzlich sind Stefan Stangl und Thomas Murg angeschlagen. Für die Admira ist das kein Nachteil. "Ich glaube schon, dass wir Rapid wieder voll fordern können. Wir wollen ein offenes Spiel liefern", sagte Lederer.

Sein Team kassierte zuletzt zwei Niederlagen ohne Torerfolg hintereinander. Der Neun-Punkte-Abstand auf das Tabellenende ist für den Fünften aber nach wie vor beruhigend. Lederer: "Der Blick geht hin und wieder auch in den Rückspiegel. Für den Abstiegskandidaten Nummer eins stehen wir aber immer noch gut da", so Lederer.

Thema Chancenverwertung

Rapid hat bisher im Frühjahr die beste Bilanz aller Klubs zu Buche stehen, musste in sechs Spielen nur in Altach Punkte abgeben. "Ich hoffe, dass unsere Entwicklung in die richtige Richtung weitergehen wird", sagte Trainer Zoran Barisic. Und Sport-Geschäftsführer Andreas Müller ergänzte: "Man hat gesehen, dass die Mannschaft peu a peu in sehr gute Form kommt, das gilt es auch gegen die Admira auf den Platz zu bringen."

In Altach passte der spielerische Auftritt, die mangelnde Chancenauswertung war allerdings eklatant. Daran wurde unter der Woche viel gearbeitet. Bis Donnerstag waren 11.500 Karten verkauft. (red, APA – 11.3. 2016)

Mögliche Aufstellungen:

Rapid Wien – Admira Wacker Mödling (Samstag, 18.30 Uhr, Ernst-Happel-Stadion, SR Schörgenhofer). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (h), 1:2 (a). ÖFB-Cup-Viertelfinale: 0:1 (h)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, Dibon, Stangl/Schrammel – Petsos, Schwab – Schaub, S. Hofmann, Schobesberger – Jelic

Ersatz: Knoflach – Wöber, Auer, Grahovac, Nutz, Alar, Prosenik, Kuen, Tomi

Es fehlen: M. Hofmann, F. Kainz (beide gesperrt), Novota (im Aufbautraining nach Schulterverletzung)

Fraglich: Murg, Stangl (beide angeschlagen)

Admira: Siebenhandl – Ebner, Zwierschitz, Wostry, Pavic – Lackner, D. Toth – Bajrami, Grozurek, Spiridonovic – Starkl

Ersatz: Kuttin – Wessely, Malicsek, Blutsch, P. Zulj, Ayyildiz, Knasmüllner, Monschein, R. Schicker

Es fehlen: Schößwendter (Leistenprobleme), Sax (Muskelfaserriss), Vastic (nach Kreuzbandriss), Posch (Rippenprellung)

  • Mit Lukas Grozurek hatte natürlich ein Ex-Rapidler beim Cup-Triumph den entscheidenden Treffer für die Admira erzielt.
    foto: apa/hochmuth

    Mit Lukas Grozurek hatte natürlich ein Ex-Rapidler beim Cup-Triumph den entscheidenden Treffer für die Admira erzielt.

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