Postbus-Betriebsrat macht gegen "Freibeuter der Autobahn" mobil

11. März 2016, 14:07
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Der massive Wettbewerbsdruck führt laut Postbus-Betriebsratschef Wurm zu Überschreitungen der Lenkzeiten

Wien – Der boomende Fernbusmarkt aufgrund der günstigen Preise hat auch eine Schattenseite: Die Zeche zahlen die Fahrer, warnt Postbus-Betriebsratschef Robert Wurm. "Durch den massiven Wettbewerbsdruck der privaten Anbieter sind bedenkliche Überschreitungen der Lenkzeiten auf der Tagesordnung", so Wurm, der von "Freibeuter der Autobahn" spricht.

Er ortet einen Mangel an Kontrollorganen, um zumindest die Einhaltung der bestehenden Regelungen des Anti-Lohndumping-Gesetzes und der EU-Entsenderichtlinie zu kontrollieren. "Dafür braucht man mobile Arbeitsinspektorate, die gibt es aber nicht", so Wurm am Freitag in einer Aussendung.

Zu lange hinterm Steuer

Laut einer parlamentarischen Anfrage der deutschen Grünen sitzt in jedem vierten deutschen Fernbus der Fahrer zu lange hinterm Steuer. Dies wurde bei Kontrollen festgestellt, hieß es in der Antwort der deutschen Bundesregierung. (APA, 11.3.2016)

  • Der Postbus-Betriebsrat beklagt einen Mangel an Kontrollorganen.
    foto: harald schneider

    Der Postbus-Betriebsrat beklagt einen Mangel an Kontrollorganen.

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