Almer vor möglichem Comeback im Austria-Tor

11. März 2016, 19:09
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Nach viereinhalb Monaten Pause wegen Knieverletzung – Fink will in Torhüter-Frage vor Sturm-Spiel kurzfristig entscheiden

Wien – Robert Almer könnte am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins) im Ligaspiel der Wiener Austria bei Sturm Graz sein Comeback nach viereinhalb Monaten Verletzungspause geben. Der 31-Jährige steht nach seinem Ende Oktober im Wiener Derby erlittenen Teilabriss des hinteren Kreuzbandes im Knie seit einigen Wochen wieder voll im Training.

Almer könnte nun drei Monate vor Beginn der EM in Frankreich erstmals wieder Spielpraxis sammeln. Eine endgültige Entscheidung will Austria-Trainer Thorsten Fink aber erst kurz vor dem Spiel treffen, gab der Club am Freitag in einer Aussendung bekannt. Es komme unter anderem darauf an, "wie sich Robert während der nächsten Tage fühlt".

Zeitdruck ist Österreichs Nummer eins bei der Genesung keiner auferlegt worden. Im Austria-Tor wurde der Steirer seit November von Osman Hadzikic vertreten, der am Samstag seinen 20. Geburtstag feiert. Sollte Almer eine weitere Woche ausfallen, wäre das laut Clubangaben kein Problem. "Osman Hadzikic hat in den vergangenen Wochen hervorragend gehalten, sein Talent unter Beweis gestellt", erklärte Fink.

Mit der Austria kommt das beste Auswärtsteam der Liga nach Graz. "Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, eine sehr aktive Mannschaft, eine Ballbesitz-Mannschaft", sagte Sturm-Coach Franco Foda. Dennoch habe man schon in den beiden bisherigen Saisonduellen (2:0 und 1:2) Lösungen gefunden. "Diese Lösungen müssen die Spieler jetzt umsetzen. Die Art und Weise, wie wir spielen, ist gut. Ich messe meine Spieler nicht nur an den Toren."

Die im Vorjahr noch deutlich verpasste Europacup-Teilnahme scheint für die Wiener zum Greifen nah. "Es gibt auch danach noch sehr viele wichtige Partien", meinte Trainer Thorsten Fink. "Fakt ist aber, dass wir einen großen Schritt machen können, wenn wir in Graz punkten." Mit 45 Punkten ist die diesbezügliche Ausbeute bereits größer als in der gesamten vergangenen Saison (43).

Nach den jüngsten Siegen bei der Admira (3:0) und gegen Ried (3:1) könne man auch in Graz "befreit aufspielen", meinte Fink. Erst im Dezember hatte sein Team eine sieben Spiele andauernde Durststrecke ohne Sieg gegen die Steirer beendet. Fink: "Sturm hat gute Fußballer in seinen Reihen, aber wir sind gut beraten, wenn wir den Fokus auf unsere Qualitäten legen."

Sturm trifft nicht

Die Grazer wiederum haben aus den vergangenen elf Runden nur zwei Siege vorzuweisen, zuletzt gab es ein 0:1 in Mattersburg. "Ich habe Vertrauen in meine Spieler", betonte Foda. "Wir werden alles unternehmen, um dieses Spiel zu gewinnen." Dafür müsse man im Abschluss aber konsequenter agieren.

Zu Hause haben Grazer allerdings 2016 in drei Pflichtspielen noch keinen Treffer erzielt. "Solche Phasen, wie wir sie momentan erleben, gibt es im Fußball. Wir haben aber Spieler mit Abschlussqualitäten", meinte Foda

Ob Donis Avdijaj erstmals seit Oktober beginnen wird, ließ Foda offen. Für volle 90 Minuten habe die 19-jährige Schalke-Leihgabe nach vier Monaten Verletzungspause wahrscheinlich aber noch nicht die Kraft. (APA, red – 11.3.2016)

Mögliche Aufstellungen:

Sturm Graz – Austria Wien (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins, Liebenauer Stadion, SR Hameter). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (h), 1:2 (a)

Sturm: Esser – Kayhan, Avlonitis, Spendlhofer, Lykogiannis – Kamavuaka, Offenbacher – Horvath, M. Stankovic, Avdijaj – Edomwonyi

Ersatz: Gratzei – Potzmann, Schoissengeyr, Lovric, Gruber, Dobras, Klaric

Es fehlen: Kienast (Hüftprobleme), Klem (Fersensporn), Schick (Bandscheibenvorfall), Piesinger (Reha nach Kreuzbandriss)

Austria: Almer/Hadzikic – Koch, Sikov, Rotpuller, Martschinko – Holzhauser, Grünwald – Gorgon, Meilinger, Venuto – Kayode

Ersatz: Hadzikic/Almer – Larsen, Stronati, Windbichler, Serbest, De Paula, Friesenbichler

Es fehlen: Vukojevic (gesperrt), Salamon, Kehat (beide nach Sprunggelenksverletzungen wieder im Mannschaftstraining), Ronivaldo (Schambeinentzündung)

  • Wieder einsatzbereit: Robert Almer.
    foto: apa/punz

    Wieder einsatzbereit: Robert Almer.

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