Franziskanerinnen wehren sich gegen "Vereinnahmung" durch FPÖ-Bürgermeister

11. März 2016, 14:04
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Teile des Wertekonzepts des Ordenskindergartens sollen ohne Rücksprache in den Wertekodex des Welser Bürgermeisters Rabls übernommen worden sein

Vöcklabruck/Wien – Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck sind nicht erfreut: Sie wehren sich gegen die "Vereinnahmung christlicher Werte" durch den Entwurf eines Wertekodex für die städtischen Kindergärten, den der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) in Auftrag gegeben hat. Das geht aus einer Stellungnahme des Ordens vom Freitag hervor. Das Wertekonzept des franziskanischen Kindergartens in Wels ist laut Vorwort eine der Grundlagen für Rabls umstrittenen Wertekodex.

Der Wertekodex der Stadt Wels sei "ohne jegliche Mitarbeit und ohne jedes Wissen und Zustimmung der Franziskanerinnen von Vöcklabruck erstellt worden", heißt es im Statement des Ordens. Man distanziere sich außerdem "von der noch dazu sehr vereinfachten und verkürzten Darstellung der aus dem Wertekonzept des Kindergartens Wels entnommenen Teile". Das Feiern christlicher Festtage sei mehr als das traditionelle Begehen von Feiertagen. (red, 11.3.2016)

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