Sony: PlayStation VR nicht so gut wie Oculus Rift, dafür leistbar

11. März 2016, 11:22
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SCE-Vizepräsident Ito sieht Sonys Virtual-Reality-Brille als Massenmarktprodukt

Sonys kommendes Virtual-Reality-Headsets PlayStation VR wird nicht so ein ausgefeiltes VR-Bild liefern wie die PC-Systeme Oculus Rift und HTC Vive, dafür klar auf den Massenmarkt ausgelegt sein. Tester berichteten dies zwar schon im Vorfeld, nun bestätigte allerdings auch Sony Computer Entertainment Vice President Masayasu Ito die unterschiedlichen Prioritäten.

"Wenn Sie über High-end-Qualität spricht, dann gebe ich zu, dass Oculus bessere VR bieten könnte", heißt es in einem Interview mit Polygon. "Allerdings benötigt es einen sehr teuren und schnellen PC. Der größte Vorteil Sonys ist, dass unser Headset mit der PS4 funktioniert. Es ist mehr für den täglichen Gebrauch gedacht, daher muss es einfach zu nutzen und leistbar sein. Es ist nicht für Personen gedacht, die einen High-end-PC haben. Es ist für den Massenmarkt."

Überraschend hoch?

Wie viel PlayStation VR kosten wird, verriet Ito nicht. Oculus Rift wird in Europa 700 Euro kosten, HTC Vive mit Motion-Controllern 900 Euro. Beide setzen zudem PC-Hardware voraus, die in etwa mit 1000 Euro zu Buche schlägt.

PlayStation-Chefspielentwickler Shuhei Yoshida soll sich dem Polygon-Bericht zufolge "überrascht" von den Preisen gezeigt haben. Vagen Andeutungen zufolge, solle PlayStation VR nicht mehr als eine neue Spielkonsole kosten. Die PS4 ist mittlerweile für 349 Euro (nach UVP) zu haben, anfangs kostete sie 399 Euro. Mittlerweile wurden mehr als 36 Millionen PS4-Konsolen verkauft, wodurch PSVR zumindest rein theoretisch von Haus aus eine sehr breite Nutzerbasis ansprechen kann.

Sicherheitshinweise

Einig sind sich die Hersteller wiederum bei den Sicherheitsbestimmungen, berichtet Eurogamer. Nach Oculus und HTC hat nun auch Sony eine Empfehlung herausgegeben, die wonach Kinder (unter 12 Jahren heißt es bei Sony, unter 13 Jahren bei Oculus) die VR-Brille nicht nutzen sollten. Zum einen wird vor Kleinteilen gewarnt, an denen sich Kinder verletzen könnten und zum anderen vor negativen Effekten wie Übelkeit oder Schwindel, die durch die Nutzung auftreten können. Ältere Kinder sollten wiederum am besten nur unter Aufsicht eines Erwachsenen spielen. (zw, 11.3.2016)

  • Artikelbild
    foto: afp photo / patrick kovarik
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