Der Club als Zeitmaschine

11. März 2016, 10:41
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Der Feldkircher Rauch Club stellt das Studio-54-Feeling nach, im Grazer PPC geht es in die Zwanzigerjahre, die Rote Bar in Wien widmet sich den 90er-Jahren

Das Ende der New Yorker Club-Legende Studio 54, die ab den Siebzigerjahren Exzentrikern wie Stars nächtliche Heimat war, im Jahr 1986 übt vor allem einen Nacheffekt auf die Partywelt aus: Die Disziplin der Studio-54-Party ist nicht totzukriegen – und zwar nirgendwo: Am Freitag übt man sich im Feldkircher Rauch Club im Nachstellen dieses Lebensgefühls zwischen Glamour, Exzess und Disco-Beats, und erwartet dabei auch vom Publikum textile Ausschweifungen und exzentrisches Gebaren. Urgestein DJ Waz Experience ist für die entsprechende Beschallung zwischen Disco, Funk und anderweitig heißen Soundentwürfen der Siebzigerjahre zuständig – ihm zur Seite steht Freitagabend DJ Psik.

Auch in Graz ist man mit der Gegenwart nicht ganz zufrieden und flüchtet sich in vermeintlich glanzvollere Zeiten. Im PPC geht die Reise am Samstag, in die Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts, denen im Rahmen von "Chic Noir" aber ein zeitgemäßes musikalisches Antlitz verlieren wird – es geht im PPC mit Electro-Swing und Swing-House zur Sache.

Das coole Wien der 90er-Jahre, das seine Signale mit entspannt-bekiffter Elektronik in die Welt sandte, um Genrebezeichnungen wie Kaffeehaus-Dub zu ernten, zeigt sich am Samstag, in Starbesetzung in der Roten Bar im Volkstheater. Bei "Coming Home" stehen Richard Dorfmeister, Gü-Mix, Megablast, Stefan Obermaier und Florence J. an den Plattenspielern. (lux, 11.3.2016)

  • 11. 3., Rauch Club, 21.00
  • 12. 3., Popculture, 22.00
  • 12. 3., Rote Bar, 22.00
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