Die Plug-in-Hybrid-Falle

Kolumne16. März 2016, 13:06
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Ein Plug-in-Hybrid lohnt sich wirklich, wenn man umweltfreundlich unterwegs sein will, aber nur dann, wenn...

In gehobenen Gewichts- und Preisklassen tauchen nun immer mehr Hybridantriebe auf, und immer öfter auch solche Modelle, die längere Strecken rein elektrisch fahren und zu Hause an der Steckdose nachgeladen werden können. Dabei bedeuten Antriebe in einem Auto nicht nur einen erheblichen Mehraufwand in der Herstellung, sondern auch erhebliches Mehrgewicht. Durch den geringen ausgewiesenen CO2-Ausstoß erspart man sich in der Regel aber die Normverbrauchsabgabe, und das kann bei einem großen schweren Auto sehr viel Geld sein.

Steuern oder Sprit sparen

Bei den Plug-in-Hybriden muss man unterscheiden zwischen solchen, die eher gekauft werden, um Steuern zu sparen und sich gleichzeitig ein umweltfreundliches Image zu verleihen, und solchen, die tatsächlich Vorteile für die Umwelt bringen.

Wenn die elektrische Reichweite in der Praxis nämlich weniger als 20 Kilometer beträgt und das Auto vom Fahrzeugtyp her eher eine Langstecken-Sportlimousine ist, wird man kaum mehr geneigt sein, sich das Rumfummeln mit dem Ladekabel anzutun. Dann bleibt zwar noch der Spareffekt durch die Hybridtechnik, der ist aber auch oft zweifelhaft, da einige dieser Modelle eher auf Fahrspaß denn auf Sparsamkeit optimiert sind.

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Damit mit einem Plug-in-Hybrid auch tatsächlich öfter rein elektrisch gefahren wird, sollte dieser doch eine rein elektrische Reichweite an die 50 km besitzen. Das heißt, Plug-in-Hybride mit kleinen Batterien weit unter zehn kWh Speichervermögen sind den enormen Aufwand nicht wirklich wert. (Rudolf Skarics, 16.3.2016)

  • Wer seinen Plug-in-Hybrid nicht ansteckt nutzt nur teilweise das Sparpotential des Antriebs.
    foto: ap

    Wer seinen Plug-in-Hybrid nicht ansteckt nutzt nur teilweise das Sparpotential des Antriebs.

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