Mercedes-Benz GLE: Der Jägerjäger

14. März 2016, 11:58
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Auf, auf, ihr Hasen, hört ihr nicht den Jäger blasen? Er kommt in den Wald auf grünem Rasen mit seinem Mercedes GLE, hat neun Gänge, einen grünen Hut, der sich nicht reimen tut, und noch immer kein Schießgewehr

Wien – Irgendwann hat das Jägervirus um sich gegriffen und auch Menschen erfasst, die bisher immun erschienen: schicke, urbane Menschen, die sich die Schuhe eher nicht schmutzig machen wollten, die eher gegen Tierleid demonstrierten, als eine Flinte in die Hand zu nehmen. Menschen, die auf Jäger eher verächtlich her abblickten, weil sie diese für spießige und eher rechts stehende Jagdgesellen hielten, die Bambis ermordeten. Dann wurde das Jagen schick: Die Bobos entdeckten für sich, wie toll es ist, in den Wald zu gehen und sich selbst um sein Fleisch zu kümmern. Dem Überlebenstrieb in harten Zeiten mit dem notwendigen Handwerk nachkommen können. Peng!

foto: andreas stockinger
Noch nicht schick, eher praktisch, dafür aber außerordentlich gemütlich: Im Mercedes GLE kann man sich daheim fühlen und die Patschen anziehen, wer will, darf seinen Jägerhut auflassen.

Wir packten einen dieser Menschen in den neuen Mercedes GLE. Wir luden ihn in der Wiener Neustiftgasse gleich hinter dem Volkstheater zu und entführten ihn in das burgenländische Steppenland, wo er mit dem Zeigefinger auf Enten, Gänse, Wildschweine und Weiderinder zielen konnte. Noch hat dieser Mensch den Jagdschein nicht fertig gemacht, zuletzt kam er drauf, dass er viel zu schlecht sieht, um die Tiere treffen zu können. Im Probetrainung musste ein Murmeltier dran glauben, es war schon ein älteres Tier und zuvor offensichtlich an einen Pfahl gefesselt worden.

Der potentielle Geselle

Dieser potenzielle Jagdgeselle fühlte sich im GLE sofort heimisch. Er warf einen Blick über die Schulter nach hinten und stellte fest, dass man hier zur Not auch einen erlegten Hirsch transportieren könnte, vielleicht müsste man ein wenig Plastik aus breiten, um das schicke Interieur nicht mit Erde oder Blut zu verunreinigen.

foto: andreas stockinger

Dass der Wagen insgesamt eine sehr brave, fast konservative Anmutung hat, störte den potenziellen Jagdgesellen gar nicht. Er würde aber auch nicht zögern, ei nen Filzhut mit Gamsbart aufzu setzen, vielleicht nicht in der Neustiftgasse, aber ganz sicher im Wald. Lobend erwähnte der Geselle das Panoramaglasschiebedach, das allerdings 1800 Euro extra kostet. Immerhin, man könnte oben aus dem Auto rausschießen.

Sieben Sekunden

Ich beschleunigte, den Gesellen drückte es tief in das warme Leder des Sitzes. Sieben Sekunden von null auf hundert sind gerade für ein Auto dieser Größe und dieses Gewichts (mehr als zwei Tonnen noch ohne Hirsch) ein beachtlicher Wert. Der Geselle pfiff anerkennend, das Getriebe reichte lautlos die neun Gänge durch.

foto: andreas stockinger

Im Burgenland pflügten wir ein wenig durch das Gelände, wir taten das mühelos, auch wenn der Geselle mit angstgeweiteten Augen in die Abhänge blickte, durch die wir rollten. Bei einem kleinen Spaziergang nahmen wir die Tierwelt ins Visier unserer trüben Augen, der Geselle strauchelte, der Wind pfiff, die Äste peitschten ihn. Als wir wieder im GLE Platz nahmen, atmete der Geselle erleichtert auf und seufzte: "Endlich daheim." Der macht nie den Jagdschein fertig. (Michael Völker, 14.3.2016)

Nachlese:

Mercedes-Benz GLC: Kompakt in die Luft gehen

Mercedes-Benz GLE: Rettet den Buckelwal

Viele Wege führen zum Ziel

Link

Mercedes-Benz

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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