Künstler schauen während Cebit kritisch auf globalen Datenfluss

10. März 2016, 14:17
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Ausstellung "Digital Archives" im Kunstverein Hannover

Parallel zur IT-Messe Cebit zeigt der Kunstverein Hannover Arbeiten, die sich kritisch mit den globalen Daten- und Kommunikationsnetzwerken befassen. Acht Künstler und Kollektive haben sich für die Ausstellung "Digital Archives" (12.3.- 29.5.) mit Datenströmen, Clouds und Serverfarmen auseinandergesetzt.

Datenzentren fotografier

In einer Fotoserie etwa dokumentiert der Schweizer Yann Mingard die riesigen Datenzentren, die gigantische Mengen gewöhnlicher als auch sensibler Daten beherbergen. Der japanische Medienkünstler Ryoji Ikeda hingegen übersetzt Datenströme in dreidimensionale Landschaften und Klangkompositionen, während US-Künstler Trevor Paglen Videoarbeiten zu den Hochsicherheitszonen der NSA und des britischen Geheimdienstes erstellt hat.

Mögliche Visionen einer zivilen Nutzung von Drohnen in Städten entwickelte das Londoner Kollektiv "Superflux". Die "!Mediengruppe Bitnik" tätigt mit einer speziellen Software automatisiert Bestellungen im sogenannten Darknet und will damit Fragen zur künstlichen Intelligenz aufwerfen.

Zensur im Internet

Der hannoversche Künstler Arno Auer macht für eine Arbeit zur Zensur im Internet alternative Server zugänglich, über die der Zugriff auf gesperrte Online-Inhalte möglich ist. Und Christoph Faulhaber aus Hamburg schließlich dokumentiert in einem Film unbequeme Aktionen eines Künstlers unter Terrorverdacht. (APA, dpa, 10.3.2016)

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