Blanc: Ibrahimovic "gab richtige Antwort"

10. März 2016, 13:19
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PSG schaltete Chelsea zum zweiten Mal in Folge aus – Ziel ist der Titel in der Champions League – Londoner hoffen auf FA-Cup

London – Der Champions-League-Titel ist das große Ziel von Paris St. Germain. Die Hürde Chelsea konnte auf dem Weg dorthin im Achtelfinale ziemlich souverän genommen werden. Frankreichs Fußball-Serienmeister entschied das Rückspiel am Mittwoch in London wie auch schon die erste Partie mit 2:1 für sich. Englands Meister verlor damit den nächsten Hoffnungsschimmer, eine schwache Saison doch noch zu retten.

Den Unterschied machte vor allem Zlatan Ibrahimovic aus. Der schwedische Teamkapitän bereitete das 0:1 durch Adrien Rabiot (16.) vor und machte selbst nach der Pause den Sack mit dem 1:2 (67.) nach Di-Maria-Idealvorarbeit zu. Schon in Paris hatte er aus einem Freistoß getroffen. "Es fühlt sich gut an, aber ohne meine Teamkollegen wäre es nicht möglich gewesen. Wir haben es gut gemacht", sagte Ibrahimovic.

Dank seinem vierten Saisontreffer liegt der 34-Jährige in der ewigen Schützenliste der "Königsklasse" mit 47 Toren auf Rang sieben. Seine Saisonstatistik konnte er auf bereits 31 Pflichtspieltore schrauben. "Manche Leute hatten Bedenken, ob er ähnlich gute Leistungen wie in der Liga auch in der Champions League noch bringen kann. Er hat die richtige Antwort auf dem Platz gegeben", freute sich PSG-Coach Laurent Blanc mit seinem schwedischen Superstar. Die starke Leistung werde ihm guttun. "Wir werden davon profitieren", ist Blanc überzeugt.

"Champions League ist der nächste Schritt"

Ibrahimovic, dessen Zukunft über den Sommer hinaus ungeklärt ist, könnte zu einem entscheidenden Faktor in der heißen Phase der "Königsklasse" werden. "In Frankreich haben wir das Maximum erreicht, die Champions League ist der nächste Schritt für uns", peilt Ibrahimovic den ganz großen Coup an. Den will auch Abwehrspieler David Luiz: "Wenn du für einen großen Club spielst, musste du das Ziel haben, am Ende ganz oben zu stehen."

In der Ligue 1 werden die Pariser schon bald ihren vierten Titel in Folge fixieren, nach 29 Runden haben sie 23 Punkte Vorsprung auf Verfolger AS Monaco. In der Champions League schafften sie zum vierten Mal hintereinander den Einzug ins Viertelfinale, im Halbfinale stand PSG aber zuletzt 1995. "Wenn wir im Viertelfinale wie gegen Chelsea auftreten, schaut es gut aus. Die Mannschaft entwickelt sich weiter, wird besser und besser", blickte Ibrahimovic positiv voraus. Er hat mit seinen Teamkollegen diese Saison in 44 Pflichtspielen erst zweimal verloren.

Das ohne den verletzten John Terry angetretene Chelsea zog wie vergangene Saison im Achtelfinale gegen PSG den Kürzeren. 2015 war es enger zugegangen, hatte Paris nur dank der Auswärtstorregel (1:1,2:2) den Aufstieg geschafft. "Man hat die Unterschiede der Kader gesehen. Wir haben junge Spieler gebracht, sie einen Edinson Cavani", erklärte Chelseas Interimstrainer Guus Hiddink. Die 2014 im Viertelfinale noch gegen PSG erfolgreich gebliebenen Londoner werden damit wohl erstmals seit 2003 die Champions League verpassen. "Wir müssen in der Liga weiter versuchen, Boden gut zu machen. Vierter zu werden, wird aber schwierig", ist sich der Niederländer bewusst.

Zehn Punkte fehlen Chelsea

Als Vierter würde man zumindest in der Champions-League-Qualifikation antreten, aktuell fehlen dem Tabellenzehnten aber zehn Punkte auf Manchester City. Neun Zähler beträgt der Rückstand auf den Fünften West Ham United, der auf dem Europa-League-Platz liegt. Die Hoffnungen, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren, ruhen damit vor allem im FA-Cup. Da geht es am Samstag im Viertelfinale auswärts gegen Everton. Diego Costa, der am Mittwoch das 1:1 (27.) erzielte, dürfte dabei fehlen, musste er doch nach einer Stunde angeschlagen vom Platz.

PSG fiebert ab sofort der Auslosung entgegen, die am 18. März in Nyon über die Bühne geht. Nach Real Madrid und dem VfL Wolfsburg gibt es seit Mittwoch mit Benfica Lissabon einen weiteren möglichen Gegner. Die Portugiesen feierten bei Russlands Titelträger Zenit St. Petersburg einen knappen 2:1-Erfolg und stiegen mit dem Gesamtscore von 3:1 auf. Der Benfica-Sieg. (APA, 10.3.2016)

  • Der Trainer und sein Star: Laurent Blanc und Zlatan Ibrahimovic.
    foto: reuters/couldridge

    Der Trainer und sein Star: Laurent Blanc und Zlatan Ibrahimovic.

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