Heta: Uniqa nimmt Angebot nicht an

10. März 2016, 12:41
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CFO Svoboda: Wir rechnen, dass sich Offert letztlich doch an 100 Prozent annähern wird – "Haircut nicht im Interesse unserer Aktionäre und Kunden"

Wien – Der UNIQA-Versicherungskonzern wird als Heta-Gläubiger auch das zuletzt nachgebesserte Abfindungsangebot für landesgarantiebehaftete Heta-Anleihen nicht annehmen und erwartet auch insgesamt kein Mehrheitsquorum für das Freitagabend ablaufende Offert. Dies erklärte Uniqa-CEO Andreas Brandstetter am Donnerstag im Bilanzpressegespräch in Wien.

Finanzvorstand Kurt Svoboda sagte zur Begründung, man habe nicht in einen Haircut um 25 auf 75 Prozent investiert. Man rechne aber damit, dass das Angebot sich letztlich doch an die 100 Prozent annähern werde. Das jetzige Offert anzunehmen wäre nicht im Interesse der Aktionäre und Kunden der Uniqa, so Svoboda.

Von ihren 61,0 Mio. Euro Gesamtnominale an Heta-Bonds standen bei der Uniqa Ende Dezember 23,9 Mio. Euro als Marktwerte zu Buche. Davon entfielen 25,0 Mio. Euro Nominale mit 17,1 Mio. Euro Marktwert auf die nun mit der Angebotsfrist angesprochenen "Senior Bonds" (landesgarantierte vorranginge Anleihen). Ein Nominale von 36,0 Mio. Euro zu 6,8 Mio. Euro Marktwert entfällt auf nachrangige Heta-Anleihen.

Die Heta-Bond-Causa mit dem geplanten Haircut für die Gläubiger werde die Uniqa aber nicht abhalten, auch künftig in öffentliche Emissionen zu investieren, sagte CFO Svoboda auf eine entsprechende Frage. Dabei werde man aber "mit anderen Ausfallswahrscheinlichkeiten und Volumina rechnen" als bisher. (APA, 10.3.2016)

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