Ethouse Awards: Preise für herausragende Sanierungen

Ansichtssache10. März 2016, 12:17
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Zum bereits achten Mal hat die Arge Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme kürzlich die "Ethouse Awards" vergeben. Sie sollen architektonisch anspruchsvolle energieeffiziente Sanierungen würdigen. Drei Sanierungsprojekte wurden mit den Preisen für das Jahr 2015 ausgezeichnet.

foto: birgit köll

In der Kategorie Wohnbau wurden diesmal zwei erste Preise vergeben. Einer davon geht an das Gewerbe- und Geschäftsobjekt in der Amraserstrasse 118 in Innsbruck. Das Gebäude aus dem Jahr 1960 wurde teilweise entkernt und für studentisches Wohnen mit neuem Inhalt versehen. Von der Jury wurde die Vorfertigung der für die Gestaltung genutzten Fassadenelemente und deren technische Ausführung hervorgehoben. Das gesamte Gebäude wurde auf technischen und energetischen Neustand gebracht: Der Heizwärmebedarf konnte von 354 kWh/m²a auf 21kWh/m²a verbessert werden − das entspricht einer Reduktion um 94 Prozent.

Sieger Wohnbau:
Amraserstrasse 118, 6020 Innsbruck
Architektur: U1architektur, Innsbruck Projektverantwortlicher: DI Norbert Buchauer Verarbeitung: SP-Bau Gmbh

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foto: treberspurg & partner architekten zt gmbh

Im Bereich "Wohnbau und Denkmalschutz" siegte das Wohnhaus der Stadt Wien im 23. Wiener Gemeindebezirk. Einstimmig wurde das Sanierungskonzept ausgezeichnet: "Planer und Bauherr haben sich mit der herausfordernden Situation des Gebäudes – Denkmalschutz und Lage an einer stark frequentierten Straße – auseinandergesetzt." Das Haus aus dem Jahr 1928 wurde "zu einem Gebäude mit hoher Wohnqualität und hohem ökologischen Standard erneuert, wobei eine einfache, zeitlose Gestaltung gewählt wurde".

Im Zuge der Sanierung konnte der Heizwärmebedarf von 204 kWh/m²a auf 22 kWh/m²a verbessert werden − das entspricht einer Reduktion um 90 Prozent.

Sieger Wohnbau & Denkmalschutz:
Wohnhaus der Stadt Wien, Breitenfurterstraße 242, 1230 Wien
Architektur: Trebersprug & Partner Architekten ZT GmbH, Wien
Projektverantwortlicher: Arch. DI Christian Wolfert Verarbeitung: G. und M. Maier Bauunternehmung GesmbH

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foto: hertha hurnaus

Gewinner der Kategorie "Öffentliche Bauten" ist das Schul- und Kulturzentrum Feldkirchen an der Donau. Die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes aus 1974 und die Erweiterung mittels Neubau zeigt laut Jury, "wie durch diese Kombination ein spannendes Gesamtwerk entsteht". Der Heizwärmebedarf konnte um 57,84 Prozent, von 102 kWh/m²a auf 43 kWh/m²a, reduziert werden.

Sieger öffentliche Bauten:
Schul- und Kulturzentrum Feldkirchen an der Donau Architektur: FASCH+FUCHS
Projektverantwortliche: DI Ziesel Martina
Verarbeitung: Leitner Gebäudedämmung

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foto: sps architekten

Schließlich sprach die Jury noch eine "lobende Erwähnung" in der Kategorie "Wohnbau und Denkmalschutz" aus: Diese betrifft die drei sanierten Häuser der Erzabtei St. Peter in Salzburgs Altstadt, die unter Weltkulturerbe steht. "Das äußere Erscheinungsbild blieb bis auf die auftragenden Maßnahmen für die Wärmedämmung sowie minimale Modernisierungen unverändert. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für die behutsame Sanierung historischer Häuser im Weltkulturerbe", begründet die Jury. Nach der thermischen Sanierung beläuft sich der Heizwärmebedarf für die Häuser mit "unbekanntem" Baujahr nun zwischen 57 und 74 kWh/m²a.

Lobende Erwähnung "Wohnbau & Denkmalschutz":
Erzbastei St. Peter, 5020 Salzburg
Architektur: sps÷architekten zt gmbh, Thalgau Verarbeitung: Rettenbacher Farben GmbH, Kuchl

(red, 10.3.2016)

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