Defizit im Außenhandel sank auf 1,45 Milliarden Euro

10. März 2016, 11:38
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Wert der Energieimporte waren 2015 stark rückläufig – 70 Prozent des österreichischen Außenhandels entfallen auf EU-Länder – USA vor Italien als zweitwichtigster Exportmarkt

Wien – Die Bilanz des österreichischen Außenhandels hat sich 2015 neuerlich verbessert. Das Defizit in der Handelsbilanz verringerte sich von 1,74 Mrd. auf 1,45 Mrd. Euro, geht aus den vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor. Deutlich gesunken ist der Wert der Brennstoff- und Energieimporte, nämlich von 13 Mrd. auf 10,4 Mrd. Euro.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 133 Mrd. Euro (+2,4 Prozent) eingeführt. Bei den Ausfuhren gab es einen Zuwachs um 2,7 Prozent auf 131,55 Mrd. Euro.

Rund 70 Prozent des österreichischen Außenhandels entfielen 2015 auf EU-Mitgliedstaaten. Vor zehn Jahren waren es noch 75 Prozent. Aus EU-Ländern bezog Österreich im Vorjahr Waren im Wert von 93,69 Mrd. Euro (+1,3 Prozent). Bei den Importen aus anderen Ländern gab es einen Zuwachs von 5,2 Prozent auf 39,32 Mrd. Euro. Die Ausfuhren in EU-Länder hatten einen Gesamtwert von 90,84 Mrd. Euro (+3,0 Prozent).

Überschuss gegenüber Drittstaaten

Das Handelsbilanzdefizit mit der EU verringerte sich um mehr als ein Drittel – von 4,30 Mrd. Euro (2014) auf 2,84 Mrd. Euro. Beim Handel mit Drittstatten erzielte Österreich einen Exportüberschuss von 1,40 Mrd. Euro.

Der wichtigste Abnehmer österreichischer Waren war auch im vergangenen Jahr Deutschland. Auf Platz zwei wurde jedoch Italien von den USA abgelöst. Mehr als die Hälfte des österreichischen Außenhandels verteilte sich 2015 auf nur fünf Länder, darunter die Nicht-EU-Länder Schweiz, USA und China. Mit den 20 wichtigsten Handelspartnern wurden 87,5 Prozent der Einfuhren und 83,8 Prozent der Ausfuhren abgewickelt. Unter diesen Staaten waren 14 EU-Länder.

Mehr als vier Fünftel der österreichischen Ausfuhren verteilten sich auf vier Warengruppen: "Maschinen und Fahrzeuge mit einem Exportwert von 52,2 Mrd. Euro (+4,4 Prozent), "Bearbeitete Waren" (29,01 Mrd. Euro, +3,1 Prozent), "Chemische Erzeugnisse" (17,92 Mrd. Euro, +0,7 Prozent) und "Sonstige Fertigwaren" (15,21 Mrd. Euro, +2,4 Prozent). (APA, 10.3.2016)

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