Heinisch-Hosek fordert Kündigungsschutz bei Papamonat

10. März 2016, 11:32
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Frauenministerin: "Sonst wird es eng mit dem Kindergeldkonto"

Wien – Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) pocht beim Papamonat, der im neuen Kinderbetreuungsgeld vorgesehen ist, auf einen Kündigungsschutz: "Sonst wird es eng mit dem Konto." Zugleich räumte die Ministerin am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz ein: "Wir werden den Rechtsanspruch nicht schaffen."

Eigentlich hatte Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) einen Beschluss im Ministerrat bereits in dieser Woche geplant. Heinisch-Hosek war bei der Verhandlungsrunde davor jedoch krankheitsbedingt verhindert. Die Frauenministerin hofft nun auf einen baldigen Abschluss der Gespräche: "Ich wünsche mir ein Kindergeldkonto, das den Namen auch verdient." Der Papamonat, nun Familienzeit genannt, soll jedenfalls einen Motivkündigungsschutz enthalten, denn das sei auch in zahlreichen Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf gefordert worden, sagt Heinisch-Hosek.

"Es kann nicht sein, dass Väter nicht sozialversichert oder krankenversichert sind, wenn sie den Papamonat nehmen", sagte die Ressortchefin. Den von ihr ebenfalls gewünschten Rechtsanspruch auf die Familienzeit werde es jedoch nicht geben. "Zumindest der Kündigungsschutz muss hinein, sonst wird es eng mit dem Konto." (APA, 10.3.2016)

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