Lufthansa: Suche nach dicker Luft im Kabinenraum

10. März 2016, 11:05
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Die Messungen zeigten "Fume Events" an Bord von A380- und A320-Maschinen – Schädliche Trikresylphosphate waren eigenen Angaben zufolge nicht enthalten

Frankfurt am Main – Die Luft in Flugzeugkabinen ist einer Messreihe der Lufthansa zufolge so sauber wie in Arbeitsräumen am Boden. Gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) habe man im Zeitraum von April 2013 bis Mai 2015 bei 108 Testflügen die Kabinenluft mit einem eigens entwickelten Messkoffer untersucht, teilte das Unternehmen mit.

Während der Flüge mit verschiedenen Airbus-Jets der Typen A380 und A320 sei es auch zu sogenannten "Fume Events" gekommen. Allerdings konnten dabei keine schädlichen Trikresylphosphate (TCP) nachgewiesen werden. Die Werte für die mehr als 200 untersuchten Stoffe in der Kabinenluft hätten unterhalb gültiger deutscher und internationaler Richtwerte gelegen, teilte die Lufthansa mit. Unter anderem wurde auch nach Kohlenmonoxid, Ozon und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) gesucht.

Zuletzt hatten Arbeitsmediziner der Universität Göttingen die VOC neben Organophosphaten als mögliche Ursache für eine Reihe gesundheitlicher Beschwerden des Kabinenpersonals benannt. Die Mediziner haben nach eigenen Angaben mehr als 140 Patienten untersucht. Umstritten ist insbesondere die Anerkennung der Beschwerden als Berufskrankheit. (APA, dpa, 10.3.2016)

  • Die Lufthansa ließ die Luftqualität in ihren Flugzeugen messen: Eigenen Angaben zufolge sei die Luft im Kabinenraum genauso sauber wie in den Arbeitsräumen des Bodenpersonals.
    foto: apa/afp/daniel roland

    Die Lufthansa ließ die Luftqualität in ihren Flugzeugen messen: Eigenen Angaben zufolge sei die Luft im Kabinenraum genauso sauber wie in den Arbeitsräumen des Bodenpersonals.

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