Android N: Neues Beta-Programm macht Update einfach

10. März 2016, 09:45
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Nutzer aktueller Nexus-Geräte können direkt umsteigen – Ohne Datenverlust

Google hatte am Mittwochabend gleich zwei echte Überraschungen parat. Gibt es doch nun nicht nur – deutlich früher als erwartet – bereits einen ersten Vorgeschmack auf Android N, das Unternehmen macht es auch erheblich leichter die Preview Release zu testen – zumindest, wenn man eines der unterstützten Smartphones hat.

Auswahl

Mit dem Android-Beta-Programm ermöglicht Google das direkte Update von einer stabilen Version auf die Developer Preview. Interessierte Nutzer können dabei über eine Webseite gezielt entscheiden, welches ihrer Geräte auf den Beta-Kanal wechseln soll. Anschließend bekommen umgehend eine Benachrichtigung, dass eine System-Update zur Verfügung steht. Nach dem Download des OTA-Pakets und einem Reboot erfolgt dann die eigentliche Aktualisierung.

Einfacher Weg

Der Vorteil dieser Methode: Die Nutzer behalten all ihre Daten und Einstellungen. Bisher war es notwendig ein frisches Factory Image aufzuspielen, in dessen Folge das Gerät neu aufgesetzt werden muss. Wer lieber diesen Weg wählt, sollte trotzdem parallel dem Android Beta-Programm beitreten, um automatische Updates auf all die folgenden Previews zu erhalten, betont Google.

screenshot: andreas proschofsky / standard
Wer sich auf das Beta-Programm einlässt, bekommt umgehend ein Update.

Update-Weg

Weitere Testversionen sollen jeweils im Abstand von vier bis sechs Wochen an die Geräte ausgeschickt werden. Die fertige Version soll dann im Sommer erscheinen, einen genauen Termin nennt Google noch nicht. Aber auch hier gibt es eine Neuerung: Die Nutzer der Preview-Version werden nämlich ein Update auf die stabile Ausgabe von Android N erhalten, beim Vorgänger Marhsmallow musste mit einem Factory Image manuell auf die stabile Version zurückgewechselt werden.

Beta-Beharren

Alternativ soll den Testern aber nach der Freigabe von Android N noch eine weitere Option zur Verfügung stehen: Weiter auf dem Beta-Kanal zu bleiben, und so künftig auch Testversionen für Wartungsupdates von Android N zu bekommen.

Unterstützte Geräte

All dies setzt natürlich voraus, dass man – wie oben erwähnt – das richtige Smartphone oder Tablet hat. Google unterstützt derzeit das Nexus 6, Nexus 9, Nexus 5X, Nexus 6P, den Nexus Player sowie das Pixel C Tablet. Um die Android N auch auf einem Low-End-Gerät testen zu können, wird außerdem das General Mobile 4G, eines der Smartphones aus Googles Android-One-Programm, unterstützt. Ob hier noch andere Geräte folgen werden, ist vorerst unbekannt.

Warnung

So einfach der Wechsel auf den Beta-Kanal auch sein mag, Google warnt trotzdem eindringlich vor einem unüberlegten Umstieg. Angesichts des frühen Entwicklungsstands sind zahlreiche Bugs bekannt, auch Performance und Akkulaufzeit sind noch nicht dort, wo sie eigentlich sein sollten. Zwar ist es möglich, wieder auf eine stabile Version von Android zurückzuwechseln, dabei wird dann aber ein Factory Reset vorgenommen – es gehen also alle Daten und Einstellungen verloren. (Andreas Proschofsky, 10.3.2016)

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