Volksanwaltschaft kritisiert Spielfeld-Management

10. März 2016, 09:29
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Eine Kommission ortet ein "Fähigkeitsdefizit" bei Dolmetschern am Grenzübergang

Wien – Die Volksanwaltschaft kritisiert das Grenzmanagement in Spielfeld, vor allem die Tätigkeit der Übersetzer. Volksanwalt Peter Fichtenbauer sprach nach einem Besuch einer Kommission an dem steirischen Übergang im Ö1-"Morgenjournal" am Donnerstag von einem "Durcheinander". So habe ein Afghane Angaben gemacht, die vom Dolmetscher völlig falsch übersetzt worden seien.

"Fähigkeitsdefizit" bei Dolmetschern

Die Volksanwaltschaft ortet ein "Fähigkeitsdefizit", das dringend abgestellt gehöre. Die Probleme könnten mit der Auswahl der Übersetzer zusammenhängen. Ein Dolmetscher habe erklärt, eine Woche davor noch als Taxifahrer gearbeitet zu haben. Weitere Kritik äußerte die Kommission der Volksanwaltschaft an der Medikamentenverwahrung und daran, dass Kinderärzte fehlten. Zudem sei das Impfmanagement für die Einsatzkräfte mangelhaft.

Einen Endbericht der Kommission gibt es noch nicht. Er wird laut Volksanwaltschaft erst in einigen Wochen vorliegen. (APA, 10.3.2016)

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