Venezuela zog höchsten diplomatischen Vertreter aus den USA ab

10. März 2016, 07:19
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Protest gegen angekündigte Verlängerung des "Bedrohungs"-Status

Caracas/Washington – Aus Protest gegen die angekündigte Erneuerung seines Status als "Bedrohung" für die USA hat Venezuela seinen höchsten diplomatischen Vertreter aus Washington abgezogen. Präsident Nicolas Maduro beorderte Maximilien Arvelaiz am Mittwoch zurück nach Caracas. Sein Land verdiene Respekt, erklärte das sozialistische Staatsoberhaupt. "Schluss mit der Arroganz, den doppelten Standards und den Intrigen."

Die USA und Venezuela haben seit 2010 keine Botschafter mehr im jeweils anderen Land. Vergangene Woche hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, die vor einem Jahr erfolgte Einstufung des südamerikanischen Landes als "Bedrohung" für die USA um ein weiteres Jahr zu verlängern. Zur Begründung führte er Menschenrechtsverletzungen und die Verfolgung von Oppositionellen in dem Land an.

Maduro ist ebenso wie sein Vorgänger Hugo Chavez ein scharfer Kritiker der US-Politik in Lateinamerika. Der venezolanische Staatschef wirft der Opposition vor, die mittlerweile die Mehrheit im Parlament stellt, ihn mithilfe der USA stürzen zu wollen. (APA/dpa, 10.3.2016)

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