Fünf Menschen durch Schüsse in Pennsylvania getötet

10. März 2016, 19:46
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Täter weiter auf der Flucht und noch nicht identifiziert

Wilkinsburg – Unbekannte haben bei einem Überfall auf eine Grillparty im US-Bundesstaat Pennsylvania fünf Menschen getötet. Die Täter waren am Donnerstag noch auf der Flucht. Sie seien bisher noch nicht identifiziert worden, sagte Staatsanwalt Stephen Zappala am Donnerstag.

Die Ermittler gehen von mindestens zwei Tätern aus, die am späten Mittwochabend auf die Gäste der Grillparty in einem Hinterhof in der Stadt Wilkinsburg schossen. "Sie haben sie aus dem Hinterhalt überfallen", sagte Zappala. "Es war kalkuliert, es war geplant, es war brutal."

Die Täter zielten nach Angaben eines Polizeisprechers von zwei unterschiedlichen Positionen aus auf die Menschen. Die Opfer hätten noch versucht, ins Haus zu rennen. Der Staatsanwalt sagte, einer der Täter habe mit einem Sturmgewehr geschossen. Drei Frauen und ein Mann starben noch am Tatort, eine Frau erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zwei Männer und eine Frau wurden verletzt.

Keine Hinweise auf das Motiv

"So etwas haben wir noch nie gesehen", sagte Zappala. Es sei das schlimmste Verbrechen, das er in seiner Amtszeit erlebt habe. Zu möglichen Motiven machte er zunächst keine näheren Angaben. Die Ermittler gingen mehreren Theorien nach. Die Polizei vermute, dass die Täter es auf einen oder zwei Menschen auf der Party abgesehen hatten.

In dem Haus seien keine Drogen gefunden worden, sagte der Staatsanwalt. Man schließe aber nicht aus, dass das Verbrechen damit zusammenhänge.

Eine Anrainerin, die zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Heimweg war, sagte einem lokalen Fernsehsender, sie habe rund 20 Schüsse gehört. Nach einer Pause seien sechs weitere gefallen. Die Gegend gelte normalerweise nicht als gefährlich. "Die Straße hier ist immer ruhig. Außer Kindern gibt es hier nichts", sagte sie dem Sender WPXI. Wilkinsburg grenzt an Pittsburgh. Laut Medienberichten gibt es in der Stadt eine hohe Kriminalitätsrate.

In den USA sterben immer wieder Menschen durch Waffengewalt. Der demokratische Präsident Barack Obama setzt sich seit Jahren für schärfere Regelungen ein. Er scheitert damit aber an dem von den Republikanern dominierten Kongress, der eine Änderung von Gesetzen blockiert. (APA, 10.3.2016)

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