30 Pfund – und keinen Penny mehr

9. März 2016, 16:10
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Die Premier League macht ernst und führt eine Obergrenze für Eintrittskarten ein. Die Deckelung gilt nur für Auswärtstickets

London – Die englische Premier League hat auf die jüngsten Fan-Proteste reagiert und eine Preisobergrenze für Auswärtstickets eingeführt. Eintrittskarten für Gästeanhänger dürfen künftig nicht mehr als 30 Pfund (knapp 40 Euro) kosten. Die Regelung gilt mit Beginn der kommenden Saison 2016/17 für zunächst drei Jahre. Das teilte die Liga am Mittwoch mit.

Demnach haben sich die 20 Vereine der höchsten englischen Fußball-Spielklasse einstimmig auf diese Lösung geeinigt. "Die Klubs wissen, dass Gästefans einen Sonderstatus genießen. Sie sind wichtig für die Atmosphäre, regen die Heimfans zur Reaktion an und sorgen so dafür, dass die Spiele der Premier League sich von denen anderer Ligen abheben", hieß es in der Mitteilung.

Die Liga reagiert damit auf anhaltende Proteste wegen Wucherpreisen für Tickets. Für Auswärtspartien waren zuletzt nicht selten über 80 Euro fällig. Aufregung gab es zuletzt beim FC Liverpool. Die Reds planten eine saftige Erhöhrung der Preise von 56 auf 77 Pfund (rund 100 Euro), die Fans wollten sich aber nicht "aussackeln" lassen. Nach heftigen Reaktionen gab der Verein schließlich nach und verteuerte den Kick an der Anfield Road nicht.

Durch den neuen Fernsehvertrag von 2016 bis 2019 generiert die Premier League 8,3 Milliarden Pfund (10,65 Mrd. Euro), was einer Steigerung von 50 Prozent im Vergleich mit dem bestehenden Kontrakt entspricht. Nicht überraschend: Die Anhänger sahen die Anhebung der Kartenpreise in keiner Relation zur wirtschaftlichen Lage der Vereine stehend. (sid, 9.3.2016)

  • Die Message der Liverpool-Fans ist eindeutig.
    foto: reuters/recine

    Die Message der Liverpool-Fans ist eindeutig.

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