Schicksalsorte der Atomenergie

Ansichtssache10. März 2016, 05:30
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Zwentendorf, Fukushima, Tschernobyl: Orte, an denen Atomenergie zu Katastrophen führte – oder gar nie zum Einsatz kam

Am 11. März jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal, am 26. April jene von Tschernobyl zum 30. Mal. Grund genug, einen ausführlichen Blick auf die Geschichte der Nuklearenergie, die zahlreichen damit verbundenen Hoffnungen und Gefahren zu werfen.

Keine Technologie ist nur böse, keine nur gut – das zeigt sich besonders an der Entstehung von Atomenergie. Nuklearmedizin wird zur Krebsbehandlung verwendet, Nuklearenergie galt jahrelang fälschlicherweise als saubere Energie, Kernspaltung in einer Atombombe führt aber zur humanitären und ökologischen Katastrophe, wie man an den Abwürfen über Japan deutlich sah.

Die nachfolgenden Bilder zeigen Orte, an denen Atomkraft gewollt oder ungewollt zum Einsatz oder eben nicht zum Einsatz kam – wie im nie in Betrieb genommenen AKW Zwentendorf.

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foto: epa/doe

Der Atompilz als Symbol für den Katastrophenfall

Auf dem Eniwetok-Atoll, das auf halber Strecke zwischen Hawaii und Australien liegt, testeten die USA zwischen 1946 und 1958 insgesamt 67 Atomwaffen. Das Bild zeigt die erste Zündung einer Wasserstoffbombe, die dort am 1. November 1952 eine mehr als 40 Kilometer hohe Pilzwolke verursachte. Heute überdeckt eine 9.000 Quadratmeter große Betonkuppel auf einer der Inseln des Atolls die radioaktiven Überreste von damals (siehe nächstes Foto).

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