20 Flüchtlinge in Kühlwagen: Fünf Jahre Haft für Schlepper

8. März 2016, 14:44
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Verurteilter soll auch Teil der Schlepperbande sein, in deren Kühllaster die 71 Toten auf der A4 gefunden wurden

Linz – Das Urteil von fünf Jahren Haft für einen Schlepper, der sich im August in Oberösterreich mit 20 Flüchtlingen in einem nicht mehr verkehrssicheren Lkw eine waghalsige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hat, ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Linz hat kein Rechtsmittel eingelegt. Der 41-Jährige hatte den Schuldspruch direkt nach der Urteilsverkündung angenommen.

Der Bulgare war am 2. März wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit und gefährlicher Drohung in Linz vor dem Schöffengericht gestanden. Er soll Teil jener Bande sein, in deren Kühlwagen auf der Ostautobahn 71 Tote entdeckt worden waren.

Er selbst war im August auf der Westautobahn (A1) bei Enns vor einer Polizeikontrolle geflüchtet und widersetzte sich nach einer Verfolgungsjagd vehement der Festnahme. Bei der Kontrolle des Kühlwagens entdeckte die Polizei dann 20 syrische, iranische und afghanische Staatsangehörige, eingepfercht auf 6,66 Quadratmetern. Sei blieben unverletzt. Der einschläfig Vorbestrafte zeigte sich geständig. Er muss jetzt fünf Jahren unbedingt hinter Gitter. (APA, 8.3.2016)

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