Tipps zur Erstellung eines Inserats

16. Juni 2016, 09:58

Damit Ihr Inserat für Jobsuchende auch attraktiv und informativ gestaltet ist, können Sie folgende Tipps berücksichtigen:

Die Must-haves

  • Vorstellung des Unternehmens
    Am Beginn jedes Stelleninserats sollte sich das Unternehmen seinen potenziellen BewerberInnen kurz vorstellen. Üblicherweise tun das die meisten Firmen im Rahmen einer Kurzpräsentation des Geschäftsbereichs. Darüber hinaus werden Standort und Anzahl der Mitarbeiter genannt.
  • Exakte Beschreibung der Position/Anforderungen – nicht schönreden, über- oder untertreiben
    Danach folgt eine konkrete, klare und übersichtliche Formulierung der Aufgaben und danach der Anforderungen. Zur besseren Lesbarkeit empfiehlt es sich, mit Aufzählungszeichen zu arbeiten und wesentliche Inhalte fett hervorzuheben. Wichtig dabei ist, keine Schachtelsätze zu verwenden und auf den Punkt zu kommen.
  • Welche konkreten Eigenschaften/Fähigkeiten werden gesucht – nicht schwammig beschreiben
    Je konkreter und informativer das Anforderungsprofil für die auszuschreibende Position ist, umso weniger Unbeantwortetes taucht bei den InteressentInnen auf. Den BewerbernInnen kann angedeutet werden, auf welche Qualifikationen, Kenntnisse und Kompetenzen dabei mehr (MUSS) oder weniger (KANN) Wert gelegt wird.
  • Was bietet das Unternehmen sonst, was erwartet die BewerberInnen sonst?
    Neben den Punkten Aufgabenbeschreibung und Anforderungen wird vonseiten der KandidatInnen den angebotenen Benefits viel Aufmerksamkeit geschenkt. Der Arbeitgeber soll den BewerberInnen zeigen, welche Benefits zu erwarten sind. Speziell für erfahrene bzw. qualifizierte ArbeitnehmerInnen sind Benefits ein wichtiger Anreiz, sich zu bewerben.
  • Kontaktadresse
    Vollständige Kontaktdaten (Adresse, E-Mail, Ansprechpartner, Telefonnummer für Rückfragen)
  • Verlinkungen
    Gezielt angebrachte Links führen KandidatInnen hin zu ergänzenden Informationen auf der Unternehmenswebsite oder gleich auf ein Bewerbungstool. Das erspart den potenziellen MitarbeiterInnen die Suche nach diesen wichtigen Details.

Klarheit der Sprache
Das beginnt bereits beim Titel des Stelleninserats: Der Titel ist der erste Kontakt des Users mit dem Inserat und Auslöser dafür, ob „geklickt“ wird oder nicht. Je verständlicher und aussagekräftiger der Titel ist, desto besser wird die gewünschte Zielgruppe erreicht. Der Titel soll die Tätigkeit präzise auf den Punkt bringen.

Vermeiden von leeren Worthülsen
Nichtssagende Redewendungen, Stereotype und Floskeln vermeiden. Anglizismen können verwendet werden, wenn sie den gängigen Sprachgebrauch widerspiegeln oder es keinen sinnvollen deutschen Ausdruck gibt, ansonsten gilt es diese zu vermeiden.

Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Grundlage dafür bildet das seit Juli 2004 in Österreich gültige Bundesgesetz über die Gleichbehandlung (GlBG; BGBl. Nr. 66/2004). Beim ersten Mal wird ein Arbeitgeber nur verwarnt, erst beim zweiten Mal folgt eine Geldstrafe in der Höhe von bis zu EUR 360,–. Professionellen Arbeitsvermittlern traut man mehr Routine zu – dort wird bereits beim ersten Fehltritt abgestraft.

Übersichtlichkeit
Der Text soll in Absätzen übersichtlich gehalten sein, Aufzählungspunkt sind besser als Fließtext. Ein zu langer Text soll vermieden werden (Scrollen). Außerdem soll das Inserat nicht zu überladen sein, um den Leser nicht vom Wesentlichen abzulenken.

Bilder & Videos
Bilder sagen mehr als Worte!
Firmen sollten diese Möglichkeiten auch bei Stelleninseraten nutzen. Weil das Internet-Publikum erwartet, dass Unternehmen, die sich im Web darstellen wollen, auch die Spielarten des Internets gekonnt beherrschen. Zum anderen sprechen diese Medien Bewerber direkter, emotionaler und präziser an als ein beschreibender Text. Bilder beleben ein Stelleninserat und können einen Eindruck vermitteln, noch bevor man etwas liest.

Die Gehaltsangabe
Die Angabe eines Gehalts oder eines Verlaufs sind in Österreich Pflicht. Sehr oft beschränkt sich diese Angabe jedoch auf das gesetzliche Mindestgehalt verbunden mit der Klausel „Überzahlung möglich“. Aus Sicht des/der Jobsuchenden keine sehr dienliche Information.
Eine möglichst realistische Gehaltsangabe drückt nicht nur Wertschätzung gegenüber dem/der Jobsuchenden aus, es nützt auch dem qualitativen Rücklauf auf Ihr Inserat.
Damit die alleinige Angabe des Mindestgehalts nicht zu Missverständnissen bei den BewerberInnen führt, ist eine verständliche Darstellung der Gehaltsbandbreite erwünscht.

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