Das beste Stück ... nachgefragt bei Oswald Oberhuber

Kolumne13. März 2016, 15:00
5 Postings

Michael Hausenblas fragt den Künstler Oswald Oberhuber, was es mit seinen vielen Zeichenstiften auf sich hat

"Auf dem Foto bin ich mit einer Menge meiner Stifte zu sehen. Sie sind mir das wichtigste Arbeitsmaterial. So 30 Stück davon werde ich schon haben. Es sind keine Filzstifte, sondern Spezialstifte von Faber-Castell. Keine Ahnung, wie genau man zu denen sagt. Ich benütze die Stifte täglich, es sind mehrere Stunden pro Tag, die ich mit Zeichnen verbringe. Klar hab ich eine besondere Beziehung zu den Stiften, sie sind das Bindeglied zwischen meinem Kopf und dem Papier.

Was beim Zeichnen herauskommt, passiert automatisch – außer ich zeichne eine Landschaft. Aber das interessiert mich eigentlich nicht. Ich habe schon als Kind sehr viel gezeichnet, damals noch mit Bleistiften. An meine ersten Zeichnungen kann ich mich allerdings nicht erinnern. Ich habe auch keine davon aufgehoben. Wenn Sie mich fragen, wie hoch ich die Zahl der Zeichnungen schätze, die ich in meinem Leben angefertigt habe, muss ich passen. Ich bin nicht so eitel, dass ich das gezählt hätte." (Michael Hausenblas, RONDO, 13.3.2016)

Eine Werkschau des Künstlers Oswald Oberhuber ist derzeit im Museum 21er-Haus in Wien zu sehen.

Oswald Oberhuber: Ein Labyrinth durch ein wucherndes Werk

  • Oswald Oberhuber: "Die Stifte sind das Bindeglied zwischen meinem Kopf und dem Papier."
    foto: nathan murrell

    Oswald Oberhuber: "Die Stifte sind das Bindeglied zwischen meinem Kopf und dem Papier."

Share if you care.