Forscher beriefen sich in "Plos One" auf "Schöpfer" – Unerwarteter Lärmpegel im Marianengraben

8. März 2016, 07:30
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Forscher beriefen sich in "Plos One" auf "Schöpfer"

Cambridge – Peinliche Panne beim renommierten Fachblatt "Plos One": Chinesische Forscher bezeichneten in einer Biomechanikstudie vom 5. Jänner die menschliche Hand als "Design des Schöpfers". Der Begriff "creator" taucht in Abstract und Studientext gleich dreimal auf, dennoch bestand das Paper das Peer-Review-Verfahren. "Plos One" entschuldigte sich nach Leserprotesten und gab an, die Studie zurückzuziehen. Sie ist samt Hinweis auf die Verfehlungen jedoch weiterhin aufrufbar:

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Plos One: "Biomechanical Characteristics of Hand Coordination in Grasping Activities of Daily Living"

Unerwarteter Lärmpegel im Marianengraben

Newport – Wer dachte, die tiefste Stelle des Ozeans müsse zwangsläufig ein Ort völliger Stille sein, sieht sich nun eines Besseren belehrt. US-Forscher platzierten im Challengertief des Marianengrabens ein Hydrophon und erlebten eine Überraschung: Elf Kilometer unter dem Meeresspiegel registrierten sie eine "Kakophonie" aus Seebebengeräuschen, Schiffslärm und Walgesängen. Selbst ein vorüberziehender Taifun war in diesen Tiefen noch zu hören.

(dare, jdo, 8.3.2016)

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