Mame: Arcade-Emulator nun offiziell Open Source

7. März 2016, 14:08
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Entwickler stellen Software nach 19 Jahren wieder auf GPL-Lizenz um

Was die Dosbox für ältere PC-Spiele ist, ist Mame für die Spielautomaten, die einst in Pubs und eigenen Spielhallen zu finden waren. Der Multiple Arcade Machine Emulator, so der volle Name, existiert seit etwas mehr als 19 Jahren und ist aus der Welt des Retro-Gamings kaum noch wegzudenken.

Fast eben so lang ist es her, dass die Entwickler rund um Erfinder Nicola Salmoria das ursprünglich unter der General Public License (GPL) stehende Programm unter eine eigene, rigidere Lizenz gestellt. Nun ist man wieder zur GPL zurückgekehrt, womit Mame offiziell wieder als Open Source-Software gilt.

Lange Vorbereitung

Der Schritt ist laut einer News auf der Projekthomepage schon länger in Arbeit gewesen. Die letzten zehn Monate habe man unter anderem damit verbracht, alle Leute zu kontaktieren, die zur Entwicklung beigetragen haben, um sie über ihre Präferenz hinsichtlich der Lizenzwahl zu befragen.

90 Prozent der Dateien von Mame stehen unter der BSD-3-Clause-Lizenz, das Gesamtprojekt nun wieder unter GPL, Version 2.0 oder neuer. Beide Lizenzen werden sowohl von der Open Source Initiative, als auch der Free Software Foundation als Open Source anerkannt. Für die lange verwendete "Mame License" galt dies nicht. Der Quellcode war zwar zugänglich, eine kommerzielle Nutzung aber zum Beispiel ausgeschlossen. (gpi, 07.03.2016)

  • Dank Mame können Arcade-Klassiker auch auf heutigen PCs noch gespielt werden.
    foto: golden axe

    Dank Mame können Arcade-Klassiker auch auf heutigen PCs noch gespielt werden.

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