Kongolesischer Pfarrer in Bayern gibt nach Morddrohungen Amt auf

7. März 2016, 12:57
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Olivier Ndjimbi-Tshiende hatte sich gegen rassistische Äußerungen der ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden gewandt

Zorneding – Ein aus dem Kongo stammender katholischer Pfarrer in der bayerischen Gemeinde Zorneding hat nach rassistischen Beschimpfungen und mehreren Morddrohungen sein Amt aufgegeben. Olivier Ndjimbi-Tshiende hatte sich gegen rassistische Äußerungen der ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden gewandt. Deren damaliger Stellvertreter hatte ihn daraufhin als "Neger" beschimpft.

Wie das Erzbistum am Montag mitteilte, begannen die rassistischen Beschimpfungen im Herbst. Damals hatte sich Ndjimbi-Tshiende offen gegen die Spitzen der CSU im Ort gestellt. Deren damalige Vorsitzende Sylvia Boher hatte in einem Parteiblatt Flüchtlinge als "Invasoren" bezeichnet.

In die Affäre hatte sich im Herbst auch die oberbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner eingeschaltet. Die beiden kommunalen Amtsträger mussten ihre Ämter mittlerweile aufgeben. (APA, 7.3.2016)

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