Kritik an Khols Kampagnenleiter wegen verkürzten Menasse-Zitats

7. März 2016, 12:29
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Schriftsteller Robert Menasse empörte sich auf Facebook, Unterstützung Khols durch ihn sei "absurd"

Wien – Der Schriftsteller Robert Menasse hat sich am Wochenende öffentlich über den Kampagnenleiter des Präsidentschaftskandidaten Andreas Khol (ÖVP), Thomas Kratky, geärgert. Grund ist ein von Kratky auf Facebook gepostetes Zitat Menasses: "Andreas Khol ist in der österreichischen Politik so etwas wie der letzte Mohikaner. Es gibt ganz wenige andere Beispiele von Politikern, die für politische Positionen, Werte und Ideen stehen wie er." Menasse sieht das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen.

In einem Facebook-Kommentar zum geposteten Bild ergänzt der Schriftsteller, was er nach den zwei Khol lobenden Sätzen weiter ausgeführt haben will: nämlich dass Khol "sogar dann an seiner austrofaschistischen Überzeugung und seiner Liebe zu Dollfuß" festhalte, wenn es ihm nichts nütze. Der nunmehrige Präsidentschaftskandidat sei ein "politischer Gegner, der bekämpft werden muss". Wer ihn kenne, schreibt Menasse, "weiß, wie absurd es ist, mich auch nur in die Nähe einer Unterstützung für Andreas Khol zu rücken".

Zum STANDARD sagt Kratky, dass er das Zitat in dieser Form auf einem Buchrücken gefunden habe und sich nicht viel dabei gedacht habe, als er ein Foto davon postete. Am Sonntag habe er das Menasse via Facebook erklärt und das gepostete Foto daraufhin nach Absprache mit dem Schriftsteller gelöscht. (sefe, 7.3.2016)

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