Uber dementiert Bericht über tausende Fälle sexueller Belästigung

7. März 2016, 08:28
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Anonymer Mitarbeiter hatte Datenbankanfragen an Medien weitergegeben

Die Fahrtenvermittlungsapp Uber hat einen Artikel über eine sehr hohe Anzahl an sexuellen Belästigungen durch Fahrer dementiert. Zuvor waren Screenshots der internen Datenbank, die Kundenbeschwerden durchsuchbar macht, an "Buzzfeed" geleakt worden. Sie zeigen, dass etwa bei der Suche nach "Rape" (Vergewaltigung) mehr als 5.800 Kundenanfragen auftauchen. Die Eingabe "sexuelle Belästigung" führt zu 6.160 Kundenbeschwerden. Uber stand wiederholt wegen schwacher Sicherheitsmechanismen in der Kritik.

Suchergebnisse angezweifelt

Die Firma gibt allerdings an, dass diese Suche ein verzerrtes Bild der Realität wiedergebe. So spielt die Suche nach "Rape" laut Uber auch thematisch unabhängige Fälle aus, wenn beispielsweise der Fahrername "Rape" enthalte – also etwa Don Draper. Offiziell habe es lediglich fünf Beschwerden über Vergewaltigungen durch Uber-Fahrer und 170 Fälle sexueller Belästigung gegeben.

Buzzfeed zweifelt diese Erklärung allerdings an, da die Screenshots anderes nahelegen. So zeigt in vielen Fällen die Betreffzeile das Wort "Rape". Außerdem weigerte sich Uber, die Datenbank für Journalisten zugänglich zu machen, damit die Informationen überprüft werden können. (red, 7.3.2016)

  • Laut internen Dokumenten soll es eine hohe Anzahl von Vorfällen bei Uber-Fahrten gegeben haben
    foto: apa/afp/smialowski

    Laut internen Dokumenten soll es eine hohe Anzahl von Vorfällen bei Uber-Fahrten gegeben haben

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