VSV im Halbfinale, Vienna Capitals out

6. März 2016, 20:47
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Villacher beenden Viertelfinal-Serie mit 3:2 nach Verlängerung in Wien – KAC, Linz und Znojmo fehlt noch ein Sieg

Wien – Der VSV steht im Halbfinale der Eishockey-Liga. Die Villacher feierten am Sonntag bei den Vienna Capitals einen 3:2-Sieg nach Verlängerung und entschieden damit die "Best of seven"-Viertelfinalserie mit 4:1 für sich.

Red Bull Salzburg steht dagegen nach einer Heimniederlage gegen den KAC mit dem Rücken zur Wand. Der Titelverteidiger verlor mit 3:4 nach Verlängerung und muss nach der dritten Niederlage hintereinander am Dienstag (19.15 Uhr) in Klagenfurt gewinnen, um nicht zum ersten Mal seit vier Jahren das Halbfinale zu verpassen. So wie der KAC liegen auch die Black Wings Linz und Znojmo mit 3:2 voran und können am Dienstag den Aufstieg fixieren: Linz siegte beim HCB Südtirol mit 6:4, Znojmo feierte gegen den Dornbirner EC einen 5:2-Heimsieg.

Schlagabtausch

In Wien schoss Dustin Johner den VSV ins Halbfinale. Der Stürmer fälschte in der 77. Minute im Powerplay einen Schuss Schlachers zum Siegestreffer ab. Die Strafe davor (Spielverzögerung gegen Simon Gamache) war allerdings umstritten.

Es war ein rasantes Spiel, das den 6.300 Zuschauern geboten wurde. Die Capitals, die dem VSV schon vor zwei Jahren im Viertelfinale mit 1:4 unterlegen waren, hatten mehr vom Spiel, der VSV hielt aber dagegen und war im Konter immer gefährlich.

Die frühe Caps-Führung durch Julian Großlercher (3.) drehte Benjamin Petrik, der in der 21. und 29. Minute jeweils Wiener Abwehrfehler und ideale Pässe von Rick Schofield für zwei Tore nützte. Die Holst-Truppe hatte danach Chancen auf das 3:1, doch das Tor machten die Heimischen durch Andreas Nödl (38.). Nach einem trefferlosen Schlussdrittel nützten die Kärntner aber ein Überzahlspiel in der Overtime zum Aufstieg.

KAC mit Moral

Auch in Salzburg wurde den Fans ein richtiger Playoff-Fight geboten. Der KAC, der mit zwei Niederlagen in die Serie gestartet war, zeigte in der temporeichen Partie neuerlich Kampfgeist, lagen die Gastgeber doch schon 2:0 und 3:1 voran.

Zdenek Kutlak (11.) nach Fehler von KAC-Torhüter Rene Swette und John Hughes (16.) sorgten für eine Salzburger Führung nach dem ersten Drittel. Der KAC schaffte durch Oliver Setzinger im Konter den Anschlusstreffer (24.) und lieferte den Bullen danach eine offene Partie. Auch vom dritten Gegentreffer durch Ryan Duncan (38.) und einem vergebenen Penalty von Jonas Nordqvist (40.) ließen sich die Rotjacken nicht entmutigen.

Mit Powerplay-Treffern durch Jamie Lundmark (41.) und Jason DeSantis (45.) schafften die Klagenfurter den Gleichstand, überstanden in der Verlängerung ein Unterzahlspiel und wurden schließlich belohnt. Thomas Koch stocherte den Puck nach 9:05 Minuten der Overtime zur Entscheidung ins kurze Eck. Der KAC hat nun alle Chancen, sich bei Salzburg für die klare Halbfinal-Abfuhr im Vorjahr (0:4) zu revanchieren und erstmals seit 2012 wieder ein Playoff-Duell mit den Bullen für sich zu entscheiden.

Zuschaueransturm in Bozen

Die Black Wings haben die zwei Niederlagen während der Woche weggesteckt. Das Match vor 7.000 Zuschauern in der Eiswelle entschieden nicht zuletzt die Special Teams zugunsten der Gäste. Während die Bozener in sieben Powerplays torlos blieben, münzten die Linzer ihre ersten drei Überzahlspiele in Tore um.

Linz ging im Mitteldrittel durch Tore von Andy Kozek 15 Sekunden nach Wiederbeginn, Jason Ulmer (24.) und Olivier Latendresse (37.) 3:1 in Führung. Nach Fabio Hofers 4:1 (42.) sorgten Nicholas Palmieri und Markus Gander mit einem Doppelpack innerhalb von 34 Sekunden (50.) wieder für Spannung, ehe Ulmer (55.) und Mario Altmann (57.) im Powerplay das Spiel endgültig entschieden. Die Black Wings, die sich schon im Vorjahr im Viertelfinale gegen Südtirol durchgesetzt hatten, können nun mit Heimvorteil alles klar machen.

Die Hoffnungen von Dornbirn, erstmals in der Klubgeschichte das Halbfinale zu erreichen, haben den nächsten Dämpfer erhalten. Nach zwei Siegen in den ersten zwei Spielen stehen die Vorarlberger nach zuletzt drei Niederlagen in den restlichen Partien unter Zugzwang. Am Sonntag gingen die Tschechen bis zur 27. Minute 3:0 in Führung, doch die Bulldogs kämpften sich durch Tore von Nicholas Crawford (31.) und Jonathan D'Aversa (39.) zurück. Die Wende gelang aber nicht. (APA, red, 6.3. 2016)

EBEL-Viertelfinale, 5. Spiel, Sonntag

Vienna Capitals – VSV 2:3 n.V. (1:0, 1:2, 0:0; 0:1). Wien, 6.300. Tore: Großlercher (3.), Nödl (38.) bzw. B. Petrik (21., 29.), Johner (77./PP). Strafminuten: 6 bzw. 4

Endstand in der Serie: 1:4

Red Bull Salzburg – KAC 3:4 n.V. (2:0, 1:1, 0:2; 0:1). Salzburg, 3.200. Tore: Kutlak (10.), Hughes (16.), Duncan (38./PP) bzw. Setzinger (24.), Lundmark (41./PP), DeSantis (45./PP), Koch (70.). Strafminuten: 16 bzw. 16

Stand in der Serie: 2:3

HCB Südtirol – Black Wings Linz 4:6 (0:0, 1:3, 3:3). Bozen, 7.000. Tore: Reid (36., 60.), Palmieri (50.), Gander (50.) bzw. Kozek (21.), Ulmer (24., 55./PP), Latendresse (37.), Hofer (42./PP), Altmann (57./PP2). Strafminuten: 10 bzw. 14

Stand in der Serie: 2:3

HC Znojmo – Dornbirner EC 5:2 (2:0, 1:2, 2:0). Znojmo, 3.525. Tore: Cip (16.), Yellow Horn (19./PP), Lattner (27.), Bartos (58./PP), Tomas (59.) bzw. Crawford (31.), D'Aversa (39.). Strafminuten: 6 bzw. 16 plus 10 Disziplinar Sylvester

Stand in der Serie: 3:2

Nächste Spiele, Dienstag, 19.15 Uhr: KAC – Salzburg, Dornbirn – Znojmo, Linz – Südtirol

  • Villach wartet auf den Halbfinal-Gegner.
    foto: apa/expa/urbac

    Villach wartet auf den Halbfinal-Gegner.

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