Präsidentenwahl in Benin: Premierminister Zinsou Favorit

6. März 2016, 16:53
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Favorit verspricht in Landwirtschaft zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen

Porto-Novo – Im westafrikanischen Land Benin ist am Sonntag ein neuer Präsident gewählt worden. Eine Rekordanzahl von 33 Kandidaten bewarb sich für das höchste Staatsamt. Amtsinhaber Thomas Boni Yayi durfte nach zwei Perioden nicht wieder antreten.

Premierminister Lionel Zinsou galt als Favorit. Der 61-Jährige, der die französische sowie beninische Staatsbürgerschaft besitzt, ist der einzige Kandidat der Regierungspartei. Er hat versprochen, in die Landwirtschaft zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen.

Korruption und Jugendarbeitslosigkeit

Benin ist ein kleines, verarmtes Land in Westafrika. Die Wirtschaft ist hauptsächlich von Baumwollexporten abhängig. Das Land hat mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit und mit Korruption zu kämpfen. Beobachtern zufolge ließen sich während des Wahlkampfs zahlreiche einflussreiche religiöse und politische Würdenträger sowie Stammesältere kaufen, um für die Kandidaten zu werben.

Als Zinsous schärfste Rivalen gelten Baumwoll-Tycoon Patrice Talon (57), Lebensmittel-Magnat Sebastien Ajavon (51), der ehemaligen Premierminister Pascal Koupaki (64) sowie der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Afrika, Abdoulaye Bio Tchane (63).

Wahlergebnisse in kommenden Tagen

Rund 4,7 Millionen Wahlberechtigte der knapp elf Millionen Einwohner sollten ihre Stimme bis 18.00 Uhr MEZ abgeben können. Wahlergebnisse werden innerhalb von fünf Tagen erwartet. Sollte keiner der Kandidaten in der ersten Runde eine absolute Mehrheit gewinnen, ist eine Stichwahl für den 20. März geplant.

Vor einigen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen. Zehntausende warteten friedlich darauf, ihre Stimme abgeben zu können. Die Afrikanische Union (AU) entsandte 40 Wahlbeobachter, die quer durch das kleine Land, das zwischen Nigeria und Togo liegt, stationiert waren. (APA, 6.3.2016)

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