Hundeschlitten fahren in Alaska heuer auf Kunstschnee

Ansichtssache6. März 2016, 15:42
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Ein Güterzug brachte sieben Waggonladungen Schnee, das traditionelle Iditarod-Rennen findet auf einer Kunsttrasse statt

Anchorage – Mangels Schneefalls ist das berühmte Hundeschlittenrennen Iditarod in Alaska auf einer künstlich aufgeschütteten Schneetrasse gestartet. Der Winter ist dort dieses Jahr so warm und trocken, dass erstmals in der 43-jährigen Geschichte des Rennens tonnenweise Schnee nach Anchorage geliefert werden musste.

Ein Güterzug brachte sieben Waggonladungen Schnee, bevor am Samstag die 85 Teilnehmer des Rennens starteten, berichtete die Zeitung "Alaska Dispatch News". Zudem wurde die Startstrecke durch Anchorage, die normalerweise 18 Kilometer lang ist, auf fünf Kilometer verkürzt. "Leider haben die hohen Temperaturen gehalten, und mehr ist dieses Jahr nicht möglich", sagte der Rennvorsitzende Stan Hooley.

"Die Tageshitze wird dieses Jahr eine Rolle spielen", schrieb ein Hundeschlittenführer auf der Iditarod-Website. Die Hunde könnten sich am Ende einer Etappe nicht wie üblich im Schnee abkühlen. Möglicherweise würden sich auf dem Eis auch Pfützen bilden. Schon bei den vergangenen beiden Rennen hatte mangelnder Schnee zu Problemen geführt.

Beim Iditarod müssen die sogenannten Musher ihre Hundeschlitten über mehr als 1.500 Kilometer durch Alaska steuern. Der Rekord liegt bei acht Tagen und 13 Stunden. (APA, dpa, 6.3.2016)

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