Seehofer erwägt Verbleib als CSU-Parteichef bis 2018

5. März 2016, 14:12
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Bayerischer Ministerpräsident will laut "Spiegel" den ehrgeizigen Finanzminister Söder verhindern

München – Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer erwägt nach einem Bericht, bis 2018 CSU-Vorsitzender zu bleiben. Unter Berufung auf Parteikreise berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", der bis 2017 gewählte CSU-Vorsitzende denke daran, sich möglicherweise vom Parteitag Ende des Jahres außerplanmäßig noch einmal für zwei Jahre im Amt bestätigen zu lassen.

Damit wolle er den Aufstieg seines ehrgeizigen Finanzministers Markus Söder verhindern. Ein Parteisprecher bezeichnete den Bericht am Samstag als "reine Spekulation". Ende November hatte Seehofer bei seiner Wiederwahl beim Parteitag in München einen Dämpfer erhalten. Mit 87,2 Prozent musste er sein bisher schlechtestes Ergebnis einstecken.

Flüchtlingskrise abwarten

Der 66 Jahre alte Seehofer ist seit 2008 CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident. Das Amt als Regierungschef will er mit der Landtagswahl 2018 abgeben. Das hat er mehrfach angekündigt und zudem deutlich gemacht, dass er Ministerpräsidentenamt und CSU-Vorsitz in eine Hand legen will.

Nach dem Bericht des Nachrichtenmagazins soll eine endgültige Entscheidung über den Plan aber erst fallen, wenn der weitere Verlauf der Flüchtlingskrise absehbar sei. Sollte der Streit mit der Schwesterpartei CDU der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel um die richtige Flüchtlingspolitik weiter eskalieren, sei Seehofer entschlossen, bis 2018 Parteichef zu bleiben.

Finanzminister Söder gilt als derzeit aussichtsreichster Kandidat im Rennen um die Nachfolge Seehofers. Allerdings habe sich der aus Franken stammende Söder zuletzt mehrere "Fouls" geleistet, schreibt der "Spiegel" unter Verweis auf Seehofers Umfeld weiter. So habe er zuletzt in der Flüchtlingskrise ohne Abstimmung mit den Parteichefs eine "Generalaussprache" der Vorstände von CDU und CSU gefordert. (APA, 5.3.2016)

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