Wieder nationalistische Ausschreitungen in Mazedonien

5. März 2016, 08:59
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Zwischen muslimischen Albanern und christlichen slawischen Mazedoniern – Mehrere Polizisten verletzt

Skopje – In der mazedonischen Hauptstadt Skopje hat es erneut nationalistische Gewalt rund um ein geplantes christliches Riesenkreuz gegeben. Hunderte slawische, orthodoxe Mazedonier versuchten am späten Freitagabend, albanische, muslimische Mazedonier von der Stelle zu vertreiben, wo das 55 Meter hohe Metallkreuz stehen soll.

Die starken Polizeikräfte, die beide Gruppen auseinanderhielten, wurden mit Steinen beworfen. Einige Polizisten seien verletzt worden, berichteten die Medien am Samstag.

Das Kreuz ist die Antwort auf einen überdimensionierten Doppeladler, der als Nationalsymbol aller Albaner auf dem Balkan in einem Nachbarstadtteil errichtet worden war. Zuletzt war es vor 15 Jahren zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen zwischen slawischen und albanischen Mazedoniern gekommen. Die Albaner stellen nach Schätzungen bis zu 30 Prozent der zwei Millionen Einwohner Mazedoniens.

Das kleine Balkanland, das seit Wochen die Balkanroute für Flüchtlinge gesperrt hat, wird auch von schweren politischen Krisen gebeutelt. In diesem Zusammenhang soll es am 5. Juni vorzeitige Parlamentswahlen geben. (APA/dpa, 5.3.2016)

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