Kein Sieger in Innsbruck, St. Pöltens Serie endet

4. März 2016, 20:33
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LASK holt bei Leader Wacker hochverdientes 1:1, SKN muss sich in Lustenau 2:4 geschlagen geben und lässt wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen

Wien/Lustenau/Innsbruck – Wacker Innsbruck und LASK Linz haben sich im Spitzenspiel der Ersten Liga am Freitag 1:1 getrennt. Die Tiroler führten als effizientere Mannschaft zu Hause lange 1:0, die Gäste kamen in der Nachspielzeit durch ein sehenswertes Tor des Ex-Innsbruckers Fabiano aber noch zum verdienten Remis. Für eine Verzögerung sorgten Linzer Fans, die einen Leuchtkörper auf das Spielfeld warfen.

Schiedsrichter Alexander Harkam unterbrach daraufhin in der zwölften Minute die Partie und beorderte die Teams für etwa zehn Minuten in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff waren die dynamischen Linzer die tonangebende Mannschaft, ließen aber den letzten Nachdruck vermissen.

In der 32. Minute kam Linksfuß Peter Michorl der Erlösung am nächsten, scheiterte aber mit seinem Freistoß aus 18 Metern. Praktisch im Gegenzug wagten sich die Tiroler erstmals gefährlich nach vorne, Goalgetter Thomas Pichlmann wurde jedoch noch am Abschluss gehindert.

In der 38. Minute machte es der Topscorer besser. Gegen den kurzen Haken und seinen platzierten Schuss ins lange Eck war die Linzer Hintermannschaft inklusive Torhüter Pavao Pervan machtlos – Saisontor Nummer 16 für den ehemaligen Italien-Legionär. Der auffällige Michorl (42.) hatte auf der Gegenseite mit einem Distanzschuss kein Glück.

Nach dem Seitenwechsel vergaben Rene Gartler (51.) und Christopher Drazan (56.) aus aussichtsreicher Position für den LASK. Während Wacker zunehmend auf Konter zu lauern schien, hatten die Gäste weiter Vorteile – jedoch wurden die spielerischen Impulse immer weniger.

Im Finish konnten die Linzer aber doch noch zuschlagen: Manuel Kerhe flankte in die Mitte auf den frei stehenden Fabiano, der Brasilianer vollendete in der 92. Minute per Seitfallzieher. Wacker musste sich am Ende über drei verlorene Punkte ärgern, hat in der Tabelle einen Punkt Vorsprung auf St. Pölten und fünf auf den LASK.

Rückschlag für SKN

Nach sechs Siegen in Serie ist die Serie des SKN St. Pölten gerissen. Die Niederösterreicher mussten sich bei Austria Lustenau 2:4 geschlagen geben. Unterdessen gewann der Floridsdorfer AC bei Austria Klagenfurt mit 2:1 und feierte damit den erst zweiten Saisonsieg.

Austria Salzburg und Wiener Neustadt trennten sich 2:2, Kapfenberg jubelte im allerletzten Moment über einen 2:1-Heimerfolg über den im Frühjahr nach zwei Spielen noch sieglosen FC Liefering. In der Tabelle überholte Lustenau vor dem Spitzenspiel Wacker Innsbruck gegen den LASK Liefering und schob sich auf Platz vier. Klagenfurt fiel zwei Plätze auf Rang acht ab.

Seifedin Chabbi (23.) brachte Lustenau im Reichshofstadion in der 23. Minute in Front, David Stec (33.) nützte auf der Gegenseite einen Fehler von Daniel Sobkova zum 1:1 aus. Nach der Pause verschaffte Julian Wießmeier (49.) den Vorarlbergern mit einem verwandelten Elfmeter wieder einen Vorteil.

Nach einer Stunde legten die aktivere Austria nach. SKN-Kapitän Tomasz Wisio krönte seine alles in allem mäßige Leistung mit einem Eigentor. Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass Torhüter Christoph Riegler weit vor seinem Tor quasi im Blindflug unterwegs war. Die Gäste schöpften durch den Treffer von Patrick Schagerl (89.) spät noch Hoffnung, die machte jedoch Sobkova in der Überspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß zunichte.

Traumtor für Klagenfurt zu wenig

In Klagenfurt gab der FAC ein Lebenszeichen. Furkan Aydogdou traf bereits vor dem Halbzeitpfiff im Doppelpack (9., 20.). Ein fußballerisches Highlight war der zwischenzeitliche Ausgleich der Kärntner durch Patrick Eler (17.), der nach einer herrlichen Einlage samt Drehung um die eigene Achse einschoss. Der einzige andere Sieg in dieser Saison war den Wienern am 23. Oktober 2015 mit einem 1:0-Sieg in Kapfenberg gelungen.

In Salzburg konnte Wiener Neustadt zweimal eine Austria-Führung ausgleichen. Erst lag die Heimmannschaft durch ein Tor von Andreas Bammer (13.) voran, und ein Gewalt-Freistoß Freistoß von Balakiyem Takougnadi (42.) sorgte für den Gleichstand. In der zweiten Spielhälfte war es Mario Ebenhofer (84.), der den Treffer von Kapitän Ernst Öbster (82.) egalisierte.

Aufseiten der Gäste kam nach dem Seitenwechsel Andreas Schicker als erster Spieler weltweit mit einer Armprothese im bezahlten Fußball zum Einsatz. Schicker hatte sich im November 2014 beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper schwer verletzt. Sein linker Unterarm musste amputiert werden und der Steirer musste lange für sein Comeback schuften.

Einen späten Sieger gab es in Kapfenberg, wo die Hausherren gegen Liefering in der 36. Minute dank Florian Fleckers Köpfchen die frühe Gäste-Führung durch Xaver Schlager (2.) wettmachten. Der entscheidende Treffer nach zuvor sechs sieglosen Spielen gelang Marco Perchtold, der in der 94. einen Freistoß via Innenstange ins Netz schickte. (APA, 4.3. 2016)

Ergebnisse, 21. Runde:

Wacker Innsbruck – LASK Linz 1:1 (1:0) Tivoli-Stadion Tirol, SR Harkam.
Tore: Pichlmann (38.) bzw. Fabiano (92.)

Austria Klagenfurt – FAC 1:2 (1:2) Wörthersee-Stadion, SR Kijas.
Tore: Eler (17.) bzw. Aydogdu (9., 20.)

Kapfenberger SV – FC Liefering 2:1 (1:1) Franz Fekete-Stadion, SR Altmann.
Tore: Flecker (36.), Perchtold (94.) bzw. Schlager (2.)

Austria Salzburg – SC Wr. Neustadt 2:2 (1:1) Salzburg-Maxglan, SR Ouschan.
Tore: Bammer (13.), Öbster (82.) bzw. Takougnadi (42.), Ebenhofer (84.)

SC Austria Lustenau – SKN St. Pölten 4:2 (1:1) Reichshofstadion, SR Ciochirca.
Tore: Chabbi (23.), Wießmeier (49./Elfmeter), Wisio (61./Eigentor), Sobkova (94.) bzw. Stec (33.), Schagerl (89.)

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