Fest der Texte und der Bände

4. März 2016, 16:41
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Das Jüdische Museum Hohenems feiert am Samstag die Eröffnung zusätzlicher Räume und Regale

Zeit seines Bestehens pflegt und erweitert das Jüdische Museum Hohenems Archiv und Buchbestand: Werke über jüdische Regionalgeschichte, über Wissenschaft des Judentums, Nachschlagwerke und Kataloge, dazu Belletristik. Zirka 9000 Bände zählt man inzwischen, hinzu kommen Periodika und Arbeitsbestände betreffs Museumsprojekten. So viel Material will untergebracht sein, weshalb das JMH nun direkt gegenüber dem Museum feierlich zusätzliche Räume und Regale bezieht.

Der offiziellen Eröffnung folgt die Lange Nacht des Jüdischen Buches (ab 19 Uhr). Perfekt passt dazu der Sammelband Quelle der lebenden Bücher über die Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde in Zürich anlässlich deren 75-Jahr-Jubiläums: Das in jeder Hinsicht stattliche Buch, herausgegeben von Bibliotheksleiterin Yvonne Domhardt und ICZ-Bibliothekarin Kerstin Paul, bringt 75 Liebesklärungen aus dieser Bibliothek zusammen: Ashraf Noor hat Das Passagen-Werk von Walter Benjamin ausgewählt, Erik Petry Das Prinzip Hoffnung von Ernst Bloch, René Loeb einen Band über Juden im FC Bayern. Auch Natalia Ginzburg, Liana Millu und Batya Gur sind präsent.

Die schreibenden Leser und auch die Verlegerin kommen nun nach Hohenems: Um in den hiesigen Beständen zu schmökern? Gewiss. Und um vorzulesen und zu diskutieren. Nicht fehlen darf Rabbiner Hermann I. Schmelzer: Er hob die 83 Jahrgänge der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums aus und charakterisiert unter anderem die Bedeutung des letzten Jahresbandes von 1939. (pen, 4.2.2016)

5.3., Bibliothek JMH, Marktstraße 7, ab 17.00

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