NGOs starten Meldestelle für Verletzungen der Netzneutralität

4. März 2016, 13:48
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Auf "RespectMyNet.eu" sollen Nutzer Verstöße gegen die Gleichbehandlung der Daten öffentlich machen können

Eine Reihe an nationalen wie internationalen Organisationen zum Schutz von Internetnutzern hat sich zusammengetan, um eine europäische Meldestelle für Verletzungen der Netzneutralität zu schaffen. Auf "Respect My Net" können Nutzer künftig publik machen, inwiefern ihre Provider die Netzneutralität beeinträchtigen. Mit dem Begriff bezeichnet man die Gleichbehandlung von einzelnen Daten, spezifische Services dürfen also nicht bevorzugt werden. Genau das erlauben aber Schlupflöcher in einer neuen EU-Verordnung.

Initiative für Netzfreiheit dabei

Deren Folgen werden sich erst in den kommenden Monaten zeigen, weshalb die Meldestelle nun ins Leben gerufen worden ist. "Respekt My Net soll sicherstellen, dass die neuen Regeln so umgesetzt werden, dass sie ein offenes und wettbewerbsfähiges Internet wirksam verteidigen", sagt Joe McNamee von European Digital Rights (edri). Neben Edri sind unter anderem auch Access Now, die Digitale Gesellschaft (Deutschland), Le Quadrature du Net (Frankreich) sowie die österreichische Initiative für Netzfreiheit mit an Bord. (red, 4.3.2016)

  • Ein Unterwasserkabel eines französischen Providers
    foto: apa/afp/horvat

    Ein Unterwasserkabel eines französischen Providers

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