Falschmeldung im Netz: Mord an Asylwerber im Burgenland erfunden

4. März 2016, 13:36
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Unbekannter veröffentlichte Geschichte über toten Asylwerber – Polizei: Gab keinen derartigen Vorfall – 36-jährige schwangere Frau stürzte in Asylunterkunft und wurde ins Spital gebracht

Im Internet kursiert derzeit eine Falschmeldung mit dem Titel "Mord in Wörterberg? – Wer trägt die Verantwortung?". Darin wird über einen Rettungshubschraubereinsatz vergangenen Freitag in der Gemeinde im Bezirk Güssing berichtet. Ein Asylwerber sei zu Tode gekommen, Stillschweigen sei zu dem Fall verordnet worden. Die Polizei stellte nun in einer Aussendung klar: Es gab keinen derartigen Vorfall.

Frau war gestürzt

Einen Einsatz des Notarzthubschraubers habe es zwar gegeben, jedoch gab es keinen Toten, hielt die Exekutive am Freitag fest. Eine 36-jährige schwangere Frau aus Algerien stürzte laut Polizei auf dem Gang einer Asylunterkunft und fiel dabei auf den Kopf. Die Verletzte wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus geflogen und nach ambulanter Versorgung in häusliche Pflege entlassen. Die Falschmeldung sei von einer bisher unbekannten Person veröffentlicht worden.

Zuletzt hatte eine Meldung über den Tod eines Flüchtlings vor dem Berliner Sozialamt Lageso für Aufregung gesorgt. Auch diese Nachrichte hatte sich als erfunden entpuppt. Ein nach eigenen Angaben "überforderter" Helfer hatte diesen Hoax verbreitet. In der Flüchtlingsdebatte operieren Menschen oftmals mit falschen oder übertriebenen Geschichten, um für Stimmung zu sorgen. (fsc, APA, 4.3.2016)

  • Ein Rettungseinsatz erfolgte aufgrund einer gestürzten Schwangeren (Symbolbild)
    foto: apa/hochmuth

    Ein Rettungseinsatz erfolgte aufgrund einer gestürzten Schwangeren (Symbolbild)

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