Glawischnig spendet 2.000 Euro, die Hassposter überweisen musste

4. März 2016, 17:11
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Mann, der auf Facebook geschimpft hatte, musste insgesamt 7.700 Euro zahlen

Grünen-Chefin Eva Glawischnig hat 2.000 Euro, die ihr in einem Verfahren gegen einen Hassposter zugesprochen worden waren, in Form von Hygieneartikeln an die Caritas gespendet. Sie will damit "Hass in etwas Sinnstiftendes umwandeln", sagte Glawischnig. Am Freitag wurden die Spenden den Caritasläden in Wien überreicht, außerdem hatte der Grüne Klub eine Kleidersammlung für das Flüchtlingslager Traiskirchen organisiert.

Mehrere Prozesse im Gang

Der Beklagte musste weit mehr als die 2.000 Euro zahlen: Denn zusätzlich wurde er verpflichtet, 5.700 Euro an Gerichts- und Anwaltsgebühren auszugleichen. Er hatte behauptet, Glawischnig wolle Flüchtlingen das Recht zugestehen, auf Frauen loszugehen. Wegen dieses falschen Zitats wurden bereits mehrere Gerichtsprozesse eingeleitet.

Die Grünen hatten vergangenen Herbst begonnen, gegen Hassposter vorzugehen. Sie wollen mit einer öffentlichen Kampagne und juristischen Schritten für Abschreckung sorgen. Aber auch andere Parteien haben bereits Prozesse geführt, etwa SPÖ und FPÖ. (fsc, 4.3.2016)

  • Grünen-Chefin Glawischnig bei der Übergabe der Spenden
    foto: grüne/jantzen

    Grünen-Chefin Glawischnig bei der Übergabe der Spenden

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