Tottenham und Arsenal im Derby beide gefordert

4. März 2016, 11:02
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Erzrivalen erstmals seit Jahren wieder mitten im Titelkampf – Leicester in Watford zu Gast

London – Zehn Runden vor Saisonende in der englischen Premier League steht Leicester City immer noch an der Spitze. Mit einem Remis bauten die "Foxes" mit Christian Fuchs ihre Tabellenführung sogar aus, da sich die Verfolger Tottenham und Arsenal Ausrutscher leisteten. Am frühen Samstagnachmittag treffen die Erzrivalen aus Nordlondon nun im direkten Duell aufeinander.

Drei Punkte liegt Tottenham mit Kevin Wimmer aktuell hinter Leicester, Arsenal hat bereits sechs Zähler Rückstand. Beide Titelanwärter sind vor dem Schlager an der White Hart Lane deshalb gefordert. Leicester tritt erst Stunden später beim Tabellen-Zwölften Watford an.

Prödls Wunsch

Sebastian Prödl freute sich bereits auf das Duell mit Leicester City und Christian Fuchs, mit dem er "regelmäßig Kontakt" hat. "Ich wünsche ihm den Meistertitel, aber diesmal bleiben die Punkte in Watford", kündigte der 28-jährige Innenverteidiger an.

Für Prödl kommt die Spitzenposition der Foxes nicht von ungefähr. "Dass Leicester die Premier League anführt, ist für mich keine Überraschung mehr. Sie sind zu Recht Erster und punkten am konstantesten. Aber vor unseren eigenen Fans wollen wir die 40-Punkte-Marke knacken, um dann im Finish entspannt spielen zu können", sagte der Steirer.

Tottenham gegen Arsenal elektrisiert im Norden Londons die Massen. Zum Start der 29. Runde wartet nun das wohl wichtigste Derby der vergangenen Jahre. Für beide Teams ist Wiedergutmachung angesagt. Die erstmals seit 1985 zu diesem Zeitpunkt in der Tabelle so hoch stehenden Spurs mussten sich in der Liga nach sechs Siegen in Folge am Mittwoch West Ham mit 0:1 geschlagen geben. Arsenal verlor zu Hause gegen Swansea mit 1:2.

Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino wollte vor dem Spiel Optimismus verbreiten. "Wir bleiben zuversichtlich, es war nur eine Niederlage. Es gibt noch zehn Spiele, in denen es noch um eine Menge Punkte geht", so der Argentinier, der auf einen voll fitten Jungstar Dele Alli hofft. Wimmer ist in der Innenverteidigung gesetzt.

Kein Cech

Nicht ganz so zuversichtlich klangen die Aussagen aus dem Lager der Gunners. Drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hat die Elf von Trainer Arsene Wenger nun einstecken müssen. Dies war bei Arsenal zuletzt im April 2010 der Fall gewesen. "Ich bin beunruhigt aufgrund unserer Ergebnisse", gab Wenger zu. "Die Spieler sind sehr enttäuscht, aber wir müssen nach vorne schauen."

Ein weiterer Nackenschlag für Arsenal ist der Ausfall von Torhüter Petr Cech. Der Tscheche zog sich gegen Swansea beim Zurückeilen nach einem Eckball in der letzten Spielminute eine Muskelverletzung in der Leistengegend zu.

Die Chance auf den Titel will auch noch Manchester City wahren, das bei einem Spiel weniger zehn Punkte hinter Leicester liegt. Am Wochenende geht es für die "Citizens" zu Hause gegen das so gut wie fix abgestiegene Aston Villa. Der Fünfte Manchester United gastiert bei West Bromwich. Noch-Meister Chelsea empfängt an der Stamford Bridge Stoke City mit Marko Arnautovic. (APA, 4.3.2016)

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