RWE-Aufsichtsrat billigt Null-Dividende

3. März 2016, 16:18
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Trotz heftiger Proteste kommunaler Anteilseigner

Essen – Der Aufsichtsrat des deutschen Energiekonzerns RWE hat trotz heftiger Proteste kommunaler Anteilseigner dem geplanten Dividendenausfall zugestimmt. Der Aufsichtsrat habe sich dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen, teilte der Konzern am Donnerstag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums mit.

Nach einem Verlust von 200 Mio. Euro 2015 hatte der Vorstand um RWE-Chef Peter Terium vorgeschlagen, den Vorzugsaktionären nur 13 Cent je Aktie zu zahlen und für die Stammaktien gar nichts. Zuletzt hatten sie je einen Euro erhalten.

Terium soll wie erwartet zunächst in Personalunion die neue Ökostromtochter führen. Nach dem geplanten Börsengang werde er dort an der Spitze bleiben. Nachfolger als RWE-Chef werde dann sein bisheriger Stellvertreter Rolf Martin Schmitz.

RWE ist in Österreich an der Kärntner Kelag beteiligt. Seit 2010 sitzt Österreichs Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel im Aufsichtsrat. (APA/Reuters, 3.3.2016)

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