Drei Tore? Pizarro: "Ganz einfach: Zack, zack, zack"

3. März 2016, 12:44
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Werders Peter Pan war mit drei Treffern gegen Leverkusen der Matchwinner. Der 37-Jährige hat noch immer Spaß am Fußball

Leverkusen – Der dreimalige brasilianische Weltfußballer Ronaldo trug den Spitznamen Il Fenomeno, Claudio Pizarro ist fraglos das Phänomen der Bundesliga: Der 37 Jahre alte Oldie von Werder Bremen avancierte durch seinen blitzsauberen Dreierpack beim 4:1 (1:0) bei Bayer Leverkusen zum ältesten dreifachen Torschützen in der 53-jährigen Historie des deutschen Fußball-Oberhauses.

Und wie hat er die Tore gegen Bayer gemacht. "Das war ganz einfach", verriet er. "Zack, zack, zack!" Pizarro ist auf jeden Fall die Lebensversicherung für Werder im Abstiegskampf. Stolz ließ sich Werders Nummer 14 in der Kabine mit dem Spielball, den sich Pizarro als Souvenir gesichert hatte, ablichten. Ganz Teamplayer vergaß er aber nicht seine Mitspieler: "Die Jungs sind sehr gut drauf."

Keine Rücksicht auf Schaaf

Und ans Aufhören denkt der Peruaner noch lange nicht. "Ich habe noch Spaß und will weitermachen", verkündete er in der ARD. Manager Thomas Eichin bestätigte: "Wir haben eine Vereinbarung getroffen, uns bald zu unterhalten. Aber vorher wollen wir noch ein paar Siege holen."

Das sieht Pizarro genauso und will schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Abstiegs-Endspiel gegen Schlusslicht Hannover 96 mit Werder-Urgestein Thomas Schaaf auf der Trainerbank nachlegen. "Wir wollen uns mit einem weiteren Sieg Luft verschaffen. Rücksicht auf Thomas können wir nicht nehmen, es geht um den Klassenerhalt", sinnierte der Werder-Goalgetter.

Alt und schnell

Der erfolgreichste ausländische Spieler der Bundesliga-Geschichte (186 Tore) war in der BayArena in der 55., 65. (Foulelfmeter) und 83. Minute erfolgreich. "Es ist für einen Stürmer immer wichtig, viele Tore zu schießen", bekannte der Routinier, der beim 2:0 sogar der ganzen Bayer-Defensive davonlief. "Ich wusste gar nicht, dass Claudio noch so schnell ist", flachste der nach Verletzungspause zurückgekehrte Werder-Kapitän Clemens Fritz. Eichin meinte zur Tor-Gala der Nummer 14 lapidar: "Dafür haben wir ihn ja geholt."

Junuzovic: "Er ist herausragend"

Die Mitspieler schwärmten derweil von "Pizza". "Er ist einfach herausragend, ich bin nur froh, dass er in unserer Mannschaft steht", sagte ÖFB-Legionär Zlatko Junuzovic. "Es ist einfach toll, was er auf dem Platz leistet", betonte Trainer Viktor Skripnik, der dank der Pizarro-Gala ebenfalls deutlich entspannter ins 96-Spiel gehen kann.

Junuzovic hat auch eine andere Einstellung bei seiner Mannschaft festgestellt: "Wir sind nicht nach Leverkusen gefahren, um nicht zu verlieren, sondern wir wollten gewinnen." Diese Moral wollen die Werderaner auch in den nächsten Spielen an den Tag legen. Eichin: "Wir sind enorm viel gelaufen und haben die Zweikämpfe angenommen." Ähnliches wünscht sich der Sportdirektor auch gegen Hannover, stellt aber auch klar: "Wir spielen gegen Hannover 96, wir spielen nicht gegen Thomas Schaaf. Wir haben ein Endspiel und müssen unbedingt nachlegen." (sid, 3.3.2016)

  • Zack.
    foto: reuters/wolfgang rattay

    Zack.

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